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3. Sich bewusst machen, dass man sogar durch einen Mann oder eine Frau in Wirklichkeit Gott liebt. "Was suchen die Verliebten bei der Frau oder dem Mann, die sie lieben? Sind es das Gesicht, die Brüste, die Beine, die Arme, die Augen, die sie lieben? Nein, denn diese sind ganz einfach nur Ausdrucksmittel der Liebe. Was sie suchen, ist die Liebe selbst. Es kommt übrigens auch vor, dass man aufhört, eine gewisse Person zu lieben. Sie hat doch die gleichen Brüste wie vorher, ja, aber man geht, um die Liebe bei einem anderen zu suchen. Das beweist also, dass man nicht den physischen Körper sucht, sondern durch ihn hindurch die Liebe, d.h. diese Fülle, dieses Glück, diese Freude, diese Bewusstseinserweiterung. Und nehmt jetzt an, ihr hättet die Liebe gefunden, ohne in eine bestimmte Person verliebt zu sein: Sie ist da, überall im ganzen Universum. Ihr trinkt sie, ihr atmet sie ein und aus, ihr seid überglücklich. – In dem Moment, wo ihr sie gefunden habt, braucht ihr weder Beine noch Arme noch Brüste: Ihr habt sie wie eine Quintessenz gefunden, wie ein Leben, das überall verbreitet ist. Ununterbrochen seid ihr verbunden mit ihr und nie fühlt ihr euch ermüdet. Bis zu diesem Verständnisgrad sollte man kommen. – Ihr glaubt mir nicht? Ihr sagt: 'Das ist unmöglich! Unmöglich!' Doch, es ist nur eine Frage des Grades: Man sollte sich solange erheben, bis man versteht, dass die wahre Liebe die universelle Liebe ist, die überall im Überfluss verteilt ist, eine Liebe, die man ohne Unterlass trinken und einatmen kann. Denn in ihrem höchsten Grad ist die Liebe eine sehr feine Quintessenz, die nichts anderes als Gott selbst ist. –" |
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