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Die Lösung der Frage nach der Sexualität liegt darin, die Einheit unseres Wesens wieder zu finden, indem man an der Verwirklichung des Reiches Gottes arbeitet. "Einerseits hält die Sexualkraft die Menschen auf der Erde zurück, aber ohne sie zu erhellen, ohne sie mit den erhabenen Regionen oben zu verbinden und dies genügt nicht. Andererseits ist die Lehre gewisser Mystiker und Asketen, die empfohlen haben, die Sexualkraft zu verdrängen, in einem gewissen Maße fähig, sie den erhabenen Regionen näher zu bringen und sie zu erhellen. Der Nachteil daran ist aber, dass sie dann keine Lust mehr haben, auf der Erde weiter zu leben und dies ist genauso wenig zu empfehlen. Alle, die diese Kraft, die Gott ihnen gegeben hat, vollständig verdrängen, denken nur daran zu sterben, alles zu verlassen, denn nur die Sexualkraft kann sie wirklich dem Leben näher bringen, kann sie das Leben lieben lassen. Wenn diese Kraft in euch zirkuliert, ohne dass ihr Überschwemmungen und Verwüstungen zulasst, wenn ihr damit nur die göttlichen Blumen oben im göttlichen Garten gießt, wird das Leben für euch derartig wunderbar, dass ihr es nicht mehr verlassen wollt. Aber sobald ihr diese Kraft verdrängt, verliert das Leben seinen Sinn und ihr wollt sterben. Die Sexualkraft und die Liebe sind eng mit dem Leben verbunden. Um also die Schönheit des Lebens wirklich zu fühlen, sollte man die Sexualkraft harmonisch zirkulieren lassen. Man sollte diese Kraft niemals verdrängen. Die Mystiker, die religiösen Menschen, die Einsiedler und Asketen, alle, die sie verdrängt haben, haben den größten Fehler gemacht. Selbstverständlich, was sie rechtfertigt, ist, dass sie das Nirwana wünschen, aber sie werden durch die Verdrängung der Sexualkraft derartig schlaff, derartig schwach, dass man sich fragt, wann sie jemals dort ankommen werden. Denn wenn man sich das Nirwana wünscht, muss die Liebe kommen und ihren Teil dazu beitragen. Deshalb verbinden sich die wirklich weisen Menschen mit dem Himmel, mit dem Schöpfer und dabei sparen sie diese Kraft, um sie dem Reich Gottes zu weihen. So kann man also beides haben: Je intensiver man das Leben lebt, desto mehr verschmilzt man mit dem Schöpfer, mit dem Himmel und je mehr man eins mit dem Himmel ist desto mehr wird man für die Erde arbeiten. Also, nur diese Lösung ist wahrhaft vollkommen: Ihr lebt für den Himmel und zur gleichen Zeit arbeitet ihr für die Erde." |
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