6. Februar 2010

Sich umzubringen ist nicht die beste Art und Weise, den Prüfungen und Leiden zu entkommen. Denn in Wirklichkeit wird es danach noch viel schlimmer. Niemand hat das Recht, selbst über seinen Tod zu entscheiden, er desertiert und muss dies durch andere Leiden bezahlen. Oben ist kein Platz für denjenigen, der weglaufen wollte, man empfängt ihn nicht und er muss noch so lange in den niederen Regionen der Astralebene herumirren, wie er auf der Erde zu leben gehabt hätte. Die Haltung dessen, der beschließt, seinem Leben ein Ende zu setzen, enthüllt große Charakterschwächen. Erstens ist er unwissend, weil er den Grund der ihm auferlegten Prüfungen nicht sieht. Zweitens ist er hochmütig, weil er glaubt, besser als der Himmel zu wissen, welche Bedingungen er verdient. Drittens ist er schwach, weil er keine Schwierigkeiten erträgt. Wir haben es also mit Unwissenheit, Hochmut und Schwäche zu tun. Und der Himmel ist unzufrieden mit ihm, weil er seinen Posten verlassen hat. Der Himmel kann jemanden, der beschließt sich umzubringen, nicht schätzen, weil dieser Mensch sich über die Herren aller Schicksale stellt und er muss danach großes Leiden ertragen.