Archive for März, 2010

31. März 2010

Was sucht das Herz? Es benötigt weder Wissen noch Macht, es sehnt sich nach Glück, es fühlt dieses Glück als eine Erweiterung, die es nur in der Wärme, das heißt in der Liebe, finden kann. Dort, in der Liebe, wird das Herz belebt und lebendig. Deswegen sucht es diese Wärme überall, bei allen Wesen; die Kälte hingegen bringt es um. Ihr könnt dem Herzen alle Reichtümer, alle Macht und sogar die Geheimnisse des Universums anbieten, es wird sagen: »Nein, das brauche ich nicht, gebt mir Liebe, ich möchte geliebt werden und vor allem möchte ich lieben!« Wisst also, dass ihr mit der Liebe die Verwirklichung eurer Wünsche erreicht, weil diese Liebe in eurem Herzen alle göttlichen Keime erwecken und nähren wird.

30. März 2010

Wer die Reiseroute kennen möchte, auf der man zur geistigen Welt Zugang findet, wird im Sephirothbaum viel Klarheit erhalten. Denn der Sephirothbaum, der eine Darstellung der verschiedenen Regionen des Universums ist, ist auch eine Darstellung der verschiedenen psychischen Regionen des Menschen. Die erste Sephira von unten ist Malkuth, sie stellt die materielle Ebene, die Erde dar. Wenn man Malkuth verlässt, tritt man in die psychische Region Jesod, die Region des Mondes, ein. Jesod ist der Beginn des psychischen Lebens und daher ein Fortschritt gegenüber Malkuth. Aber das psychische Leben besteht zunächst aus nebligen Regionen, aus unklaren, unbestimmten Formen, in denen man sich verirren kann. Das kommt daher, dass die untere Region von Jesod noch nicht von dem Licht Tiphereths, der Sonne, aufgesucht wurde. Man darf in dieser Region nicht lange verweilen, sondern man soll sich über sie erheben, bis man die Welt des Lichts, die Welt des Geistes entdeckt, denn hier beginnt das wahre spirituelle Leben und die wahre Arbeit.

29. März 2010

Wenn ihr möchtet, dass eure Worte in die menschlichen Seelen eindringen, um sie auf dem Weg des Guten mitzuziehen, dann solltet ihr wissen, dass sie dafür mit der Lichtmaterie eurer Aura durchtränkt sein müssen. Solange ihr in eurer Aura Schatten herumziehen lasst, werdet ihr nicht überzeugend sein. Man begegnet oft Leuten, die erstaunt sind, weil sie die anderen nicht von der Notwendigkeit, gut, großzügig, ehrlich, gerecht und rein zu sein, überzeugen können. Sie haben die Argumente, sie drücken sich gut aus, aber warum hört man nicht auf sie? Weil sie das, was sie erzählen, tief in ihrem Inneren nicht leben; die anderen spüren, dass diese Worte hohl klingen. Sie klingen hohl, weil sie nicht erfüllt sind von der subtilen Materie der Aura, die die Quintessenz dessen darstellt, was der Mensch im tiefsten Inneren empfindet und erlebt. Wer überzeugend sein will, der muss sein Leben in Einklang mit seinen Worten bringen; dann wird die Kraft des Gesagten ansteckend.

28. März 2010

Wie viele Personen beklagen sich, von ihrer Umgebung und sogar von ihrer Familie nicht verstanden zu werden! Das beweist ganz einfach, dass sie noch nicht bereit sind, verstanden zu werden. Sie sollten sich im Gegenteil sagen: »Ich werde selbst versuchen, die größtmögliche Anzahl von Geschöpfen zu verstehen und werde alles tun, damit mir dies gelingt.« Dann können sie die Ergebnisse dieser neuen Haltung feststellen. Wenn ihr euch bemüht, die Wesen zu verstehen, fangen sie an, euch zu lieben. Und wenn sie euch lieben, werden sie euch schließlich auch verstehen. Wenn ihr darauf beharrt, zu sagen, man verstehe euch nicht, so werdet ihr niemals verstanden werden. Ihr selbst legt dann durch eure Haltung den anderen einen Schleier über die Augen. Hört auf, euch unverstanden zu fühlen und die Schleier werden herabfallen.

27. März 2010

Wenn sie Prüfungen durchstehen müssen, wenn sie leiden, in solchen Momenten stellen sich die Menschen am meisten Fragen über Gott, über Seine Existenz, Seinen Willen; aber vor allem fragen sie sich, ob Er sie retten wird. Und viele klagen, sie erhielten weder Antwort noch Hilfe. Warum? Weil sie sich diese Fragen so stellen, als ob Gott ein völlig außerhalb von ihnen liegendes Wesen sei. Wenn sie begreifen, dass Gott in ihnen wohnt, dann werden sie sich durch alle ihre Prüfungen hindurch beharrlich mit Ihm verbinden und spüren, dass Er sie lenkt, erhellt und unterstützt. Wer leidet, der fühlt sich oft sehr einsam und von allen verlassen. Warum sollte er dann durch Unwissenheit und Nachlässigkeit auch noch die einzige Hilfe, die einzige echte Aufmunterung, die er bekommen kann, verlieren? Diese Hilfe, dieser Trost, findet sich als Gegenwart Gottes in ihm. Und wenn er betet, dann richtet er sich nicht nur an den Schöpfer des Himmels und der Erde, an dieses so ferne Wesen, das er sich nicht einmal vorstellen kann, sondern er richtet sich an eine Macht, die in ihm wohnt und mit der er niemals den Kontakt verlieren darf.

26. März 2010

Nähert euch bewusst der Sonne, mit dem Wunsch, wie sie zu werden, dann werdet ihr schließlich etwas von ihrem Leben, ihrer Wärme und ihrem Licht empfangen. Und wollt ihr Freunde? So wisst, dass die Sonne euch die besten Mittel lehrt, um sie anzuziehen. Wie sollte man nicht auf ein Wesen zugehen wollen, in dessen Nähe man sich belebt, erwärmt und erhellt fühlt? Jemanden, der kalt, finster und leblos ist, meidet man hingegen; oder wenn man gezwungen ist, ihn zu treffen, so tut man alles, um sich zu schützen, und man verschließt sich vor ihm. Schaut die Blumen an: Sie verschließen sich während der Nacht, aber öffnen sich am Tag der Sonne. Ja, das ist eine Sprache. Die Blumen sprechen zu uns und sagen: »Ihr könnt die Herzen und Seelen nur öffnen, indem ihr Licht und Wärme verbreitet.« Aber wer versteht sie?

25. März 2010

Selbst wenn man in der Nähe eines großen Meisters lebt, ist es schwierig, ihn zu verstehen oder auch nur die Natur seiner Anwesenheit und das ihm eigene Leben zu spüren, denn die Schwingungen des geistigen Lebens entgehen der gewöhnlichen Wahrnehmung der Menschen; es übersteigt ihre Fähigkeiten, weil sie die Energiezentren, dank derer sie diese feinen Schwingungen wahrnehmen könnten, nicht entwickelt haben. Die Schwingungen eines Eingeweihten berühren nur die Wesen, die ihre höheren Körper (den Kausal-, Buddhi- und Atmankörper) entwickelt haben. Warum? Weil diese Schwingungen durch den physischen Körper und durch den Äther-, Astral- und Mentalkörper hindurchgehen, ohne auch nur die geringste Spur zu hinterlassen; sie versetzen nur die höheren Körper in Schwingung. Man kann sie mit elektrischen Wellen vergleichen, die spurlos Mauern durchdringen, während ein Geschoss nur dann durch eine Mauer hindurch kommt, wenn es sie durchlöchert. Es muss euch also klar sein, dass ihr noch so viele spirituelle Bücher lesen und den größten Meistern begegnen könnt, ohne dass euch dies etwas bringt, solange ihr nicht an euren spirituellen Körpern gearbeitet habt.

24. März 2010

Habt ihr schon einmal ein Taschentuch in eine parfümierte Schachtel gelegt? Wenn ihr es einige Zeit später wieder herausholt, wird es ebenfalls parfümiert sein. Nun, ihr solltet wissen, dass mit eurem psychischen Leben das Gleiche geschieht: Es wird durchtränkt von den Ausströmungen aller Themen, mit denen ihr euch gewöhnlich beschäftigt, und falls es übel riechende Themen sind, solltet ihr euch nicht wundern, wenn eines Tages die gleichen Ausströmungen von euch ausgehen. Nehmt das, was ich da sage, nicht auf die leichte Schulter, das sind Gesetze, die man kennen und richtig anwenden muss. Achtet also auf die Bücher, die ihr lest, auf die Filme und Vorstellungen, die ihr anschaut, auf die Gespräche, an denen ihr teilnehmt, denn nichts von all dem bleibt ohne Folgen. Gebt euch Mühe, euch für tiefsinnige, bildende Themen zu interessieren; selbst wenn sie im Moment euer Verständnis übersteigen, so werdet ihr sie doch eines Tages begreifen. Es gibt in euch ein allwissendes Wesen, welches euch nach und nach über all das Klarheit schenken wird, was ihr im Moment noch nicht verstehen könnt.

23. März 2010

Es gibt mehrere Arten, sich anzupassen und einige davon sind nicht besonders gut. Für den Schüler bedeutet sich anpassen, dass er sich öffnet, dass er intuitiv ist, Takt hat, dass er spürt, was er sagen kann und welcher Moment günstig ist, um zu sprechen oder zu handeln, und dass er dann die richtige Haltung findet. Aber während er den anderen gegenüber offen ist, darf er nichts von seinem Ideal verlieren und bei den geistigen Prinzipien, wie der Ehrlichkeit, der Aufrichtigkeit und der Rechtschaffenheit, keine Kompromisse eingehen. Eine so verstandene Anpassung hängt von der Charakterstärke des Schülers ab und von der Feinsinnigkeit seiner Intelligenz. Flexibilität und Verständnis an den Tag legen und dabei in seinen Überzeugungen fest und unerschütterlich zu bleiben, ist ein schwer zu findendes Gleichgewicht. Aber man muss daran arbeiten. Selbst wenn man ihn in Stücke schneidet, bleibt ein wahrer Diener Gottes in seiner Liebe und in seinem Glauben unerschütterlich.

22. März 2010

Ein Händedruck, eine Umarmung und andere Freundschaftsbezeugungen in einer Begegnung benötigen eine spezielle Aufmerksamkeit, während man sie austauscht. Andernfalls sind sie nutzlos und nicht nur nutzlos, sondern schädlich. Denn diese Form von Unbewusstheit in den menschlichen Beziehungen hat auf die Psyche der Beteiligten negative Auswirkungen. Jemandem äußerliche Zeichen der Zuneigung zu schenken, ohne mit seinen Gedanken und seiner Seele dabei zu sein, nimmt demjenigen, der sie bekommt und demjenigen der sie gibt, etwas weg. Dieses Etwas ist natürlich unwägbar, aber alles für unsere Freude und Entfaltung Wesentliche ist immer unwägbar. Deswegen kann ein Blick, eine Sekunde der Stille oder ein Lächeln, bei dem sich die Seele ausdrückt, viel mehr bringen, als alle anderen, konkreteren Bezeugungen oder gar Geschenke.