Wenn es vorkommt, dass ihr euch einsam und verlassen fühlt, so ganz einfach deshalb, weil ihr euch in einen zu begrenzten Kreis habt einschließen lassen. Ändert also ein wenig die Orientierung oder Richtung eurer Interessen und Aktivitäten; ihr werdet aus dem Universum Ströme und Wesen anziehen, die kommen, um euch zu unterstützen und aufzuklären.
Ich gebe euch eine Methode: Erweitert den Kreis eurer geistigen Aktivität; wenn ihr bis jetzt nur euch oder eure Familie als Mittelpunkt eures Interesses gesehen habt oder selbst wenn ihr Bürgermeister, Landrat, Minister oder gar Staatspräsident seid, erweitert euren Beschäftigungskreis immer noch mehr. Ja, erweitert ihn bis in die Unendlichkeit, umfasst das Sonnensystem, den gesamten Kosmos. Ihr werdet euch nicht mehr so klein, elend, verlassen und vernachlässigt fühlen, denn ihr werdet zu einem wohltuenden Boten für die Menschheit, ihr werdet ein wahrer Schöpfer.
Archive for November, 2009
Es ist zwar nicht leicht, höhere Zustände von Harmonie, Frieden und Freude zu erreichen, aber das ist noch nicht das Schwierigste; das Schwierigste ist, diese Zustände aufrechtzuerhalten. Durch Nachlässigkeit, durch mangelnde Achtsamkeit lässt man sie verblassen und vergisst dabei sogar, was man erlebt hat.
Ihr erwidert, dass ihr ja nicht stundenlang bewegungslos und mit geschlossenen Augen dasitzen könnt, nur damit beschäftigt, in euch dieselbe Harmonie, dasselbe Licht aufrechtzuerhalten. Selbstverständlich warten andere, notwendigerweise prosaischere Aktivitäten auf euch. Aber während ihr diese verschiedenen Aufgaben ausführt, könnt ihr doch darauf achten, nicht in die niederen Bewusstseinsebenen abzusteigen; ihr könnt über euren geistigen Zustand wachen, wie über einen kostbaren Gegenstand, den ihr bei euch tragt: Von Zeit zu Zeit schaut ihr nach, ob er noch da ist, vollständig und strahlend.
Die Existenz finsterer Wesenheiten, egal mit welchen Namen man sie bezeichnet, ist eine Realität. Diese Wesenheiten schleichen um die Menschen herum und versuchen, in sie hineinzukommen – und manchmal gelingt es ihnen. Um sie zu vertreiben, praktiziert man exorzistische Rituale, aber dafür braucht man ein großes Wissen.
Ein geistiger Meister besitzt ebenfalls sehr wirksame Mittel, um ein Geschöpf zu retten, das zur Beute böswilliger Geister geworden ist. Aber um diese Mittel anzuwenden, muss er spüren, dass es nützlich ist und dass diese Person danach nicht gleich wieder in die Krallen dieser Wesen gerät, denn das würde alles noch viel schlimmer machen. Wenn er sieht, dass alle Bedingungen vorhanden sind, wird er die Person aufsuchen, aber nicht auf der physischen Ebene, denn die Arbeit muss auf der Astralebene ausgeführt werden. Er geht also beispielsweise während des Schlafes zu ihr und erklärt den finsteren Wesenheiten den Krieg; er lässt sie so lange nicht in Ruhe, bis sie diese Person verlassen haben. Bei ihrem Erwachen spürt sie, dass sich ihr Zustand gebessert hat; dies ermöglicht ihr, sich ihrer Fehler bewusst zu werden – denn um den bösen Geistern in die Fänge zu gehen, muss sie sie angezogen haben – und dann begreift sie, dass sie ihre Lebensweise ändern muss.
Wie viele Personen versuchen, sich in die unsichtbare Welt hineinzuwagen, ohne wirklich zu wissen, was sie ist und von welchen Kreaturen sie bevölkert wird. Und oft, sehr oft, werden die Erscheinungsphänomene, die Geistmaterialisationen, die sie in spiritistischen Sitzungen erleben, nicht von lichtvollen Wesen erzeugt, sondern von böswilligen Kreaturen, von Larven und Elementarwesen, die sich einen Spaß daraus machen, die Menschen in die Irre zu führen. Die in solchen Sitzungen übermittelten Botschaften können also fehlerhaft oder geradewegs verlogen sein.
Wer mit den Geistern in Verbindung treten will muss wissen, dass er Gefahr läuft, getäuscht zu werden; selbst wenn er richtige Antworten erhält, kann es sein, dass es sich dabei nur um einen Zufall handelt. Menschen, die fähig sind, mit der unsichtbaren Welt in Verbindung zu treten, sind äußerst selten und es gibt nur sehr wenige wahre Hellseher.
Ein Horoskop liefert nur einige wenige Hinweise auf das Schicksal der Menschen; also, selbst wenn es viele schlechte Aspekte enthält, dürft ihr darin keine absolute Vorherbestimmung sehen. In Wahrheit steht der menschliche Geist über den Sternen, den Planeten und ihren Einflüssen; der Geist ist frei, er ist allmächtig. Wie die Konfigurationen, die die Sterne für euch vorgezeichnet haben, auch aussehen mögen, über der Region, in der das Schicksal Herr ist, regiert euer Geist und das Schicksal kann nichts gegen ihn unternehmen.
Das einzige Mittel dem Schicksal zu entgehen ist also, euch in den Dienst des Geistes zu stellen. »Unter einem schlechten Stern geboren zu sein« darf euch nicht als Vorwand dienen, ewig schwach, faul und untätig zu bleiben. Ihr habt karmische Schulden zu bezahlen, einverstanden, aber diese Schulden stellen nur eine Sekunde in der Ewigkeit dar. Ihr dürft jetzt keinem einzigen Augenblick mehr erlauben, das Licht des Geistes zu verdüstern. Was immer auch geschieht, ihr müsst überzeugt sein, dass in euch ein Funke strahlt, der durch nichts und niemanden ausgelöscht oder auch nur verdunkelt werden kann.
Alle Bemühungen, die ihr unternehmt, um euer physisches, materielles Leben zu verbessern, werden euch nicht so sehr glücklich machen, solange ihr euch nicht zuerst anstrengt, jene Wahrheiten zu erkennen und zu akzeptieren, die euer Innenleben verbessern können. Egal, was ihr äußerlich erlangt, es wird euch nie die Fülle bringen, denn die Fülle befindet sich nur in der persönlichen Anstrengung des Willens, des Denkens und der Vorstellungskraft.
Übrigens habt ihr diese Erfahrung schon so oft gemacht und ihr wisst es! Alles, was ihr selbst zu verwirklichen in der Lage seid, gibt euch ein befriedigendes Gefühl, während euch alles, was ihr bekommt, ohne etwas dafür getan zu haben, selbst wenn es sich um Geld handelt, nicht die gleiche Freude bereitet. Ja man weiß es, aber man erwartet weiterhin die Freude von außen. Deswegen fühlt man sich trotz all seines Besitzes noch arm, unzufrieden und leer. Was immer ihr auch besitzt, was immer man euch schenkt, hört niemals auf, innerlich zu arbeiten. Arbeitet weiter bis zur letzten Minute!
Habt es nicht eilig damit, jemandem zu bekennen, dass ihr ihn liebt. Eure Liebe ist das, was euch glücklich macht, was euch Impulse gibt, was dem Leben Sinn verleiht; aber da der Mensch, den ihr liebt, noch kein vollkommenes Wesen ist, besteht die Gefahr, dass er, ohne es zu wollen, alles verdirbt. Er sagt sich: »Da ist eine offene Tür, davon werde ich profitieren.« Ja, das ist natürlich. Wenn ihr dann fühlt, dass ihr nicht verstanden wurdet, werdet ihr leiden und enttäuscht sein, und was bleibt dann noch von eurer Liebe übrig?
Ihr müsst verstehen, dass die Liebe das Wichtige ist. Sie ist wichtiger als die Person, die ihr liebt und ihr dürft sie nicht jemandem opfern, der sie zerstören könnte, falls ihr den Fehler begeht, sie ihm zu bekennen. Ihr könnt darüber sprechen, wenn ihr sehr gut vorbereitet und sehr stark seid und es die andere Person ebenfalls ist. Doch bis dahin solltet ihr nichts sagen, sondern weiterlieben, denn es ist eure Liebe, die euch ernährt, die euch Schwung und Lebensfreude verleiht, die euch den Wunsch gibt, alle Hindernisse zu überwinden. Sie dürft ihr nicht verlieren.
Nur wenige unter den Philosophen, Ärzten, Psychiatern und all jenen, die sich mit der menschlichen Psyche befassen, anerkennen den Einfluss wohltätiger oder böswilliger Wesenheiten, die den Menschen helfen und sie unterstützen oder sie im Gegenteil quälen und zerstören. Für die große Mehrheit handelt es sich um chemische Elemente, welche die Funktion der Psyche stören oder wieder in Ordnung bringen.
Man kann die Wirkung chemischer Elemente auf die Psyche tatsächlich nicht leugnen, aber diese Elemente werden erzeugt durch die Anwesenheit wohltätiger oder böswilliger Wesenheiten, die die Menschen herbeigezogen haben. Wenn die Menschen durch ihre Schwächen oder durch ihr falsches Verständnis der Dinge den dunklen Wesenheiten die Türe öffnen, dringen diese ein und erzeugen Unregelmäßigkeiten in ihrer psychischen Materie. Dass die Ärzte und Psychiater diesen Störungen alle möglichen Namen geben und sie mit chemischen Mitteln behandeln, ist eine andere Frage. Diese Störungen haben in Wirklichkeit nur einen einzigen Ursprung: unerwünschte Wesenheiten, welche die Menschen durch ihre fehlerhafte Lebensweise angezogen haben.
Selbstverständlich begegnen euch Schwierigkeiten und Hindernisse. Aber wenn ihr sie zu ernst nehmt, bringt ihr euch in unentwirrbare Situationen, weil gerade Schwierigkeiten und Hindernisse nur dann überwunden werden können, wenn man damit beginnt, ihren Ernst herunterzuspielen.
Wirklich, glaubt mir, es ist nicht euer wahres Selbst, welches von eurem Unglück betroffen ist. Euer wahres Selbst steht über allen Schicksalsschlägen des Lebens. Also, egal wie die Prüfungen aussehen, die ihr durchzustehen habt, sagt euch: »Die Ereignisse sind natürlich real, ich kann diesen Misserfolg, diese Enttäuschung, diesen Unfall nicht leugnen. Aber passiert das wirklich mir? Nein, denn ich bin ein ewiger, unsterblicher Geist und diese Unannehmlichkeiten werden von jemand anderem als mir erlebt; das ist nur eine Illusion, deren Zuschauer ich bin.«
Das Einzige, was euch fehlt ist Überzeugung. Ihr seid noch zweigeteilt und akzeptiert eine innere Spaltung: Auf der einen Seite behauptet ihr, das spirituelle Leben gewählt zu haben, aber auf der anderen Seite lebt ihr weiterhin wie alle anderen und seid darum besorgt, eure materielle Sicherheit und eure materiellen Erfolge zu gewährleisten. Denn man weiß ja nie, was die Zukunft für einen bereithält, denkt ihr. Derjenige, der seinen Weg und sein Ziel kennt, lässt sich von solchen Sorgen nicht bekümmern. Ihr sagt: »Aber man muss doch an die Zukunft denken, Reserven anlegen und für die schlechten Tage vorsorgen.« Wenn ihr euch für die schlechten Tage vorbereitet, könnt ihr sicher sein, dass sie auch kommen!
In Wirklichkeit habt ihr bereits Schatzkammern in einer Bank, aus denen ihr schöpfen könnt. Diese von Gott versorgte Bank ist in eurem Inneren, in eurem Willen, eurem Herzen, eurem Verstand, eurer Seele und eurem Geist. Entschließt euch, wenigstens einen Teil dieses euch gegebenen Reichtums auszuschöpfen.
