Archive for August, 2009

31. August 2009

Wie viele unter euch stellen sich vor, die Hellsichtigkeit sei der Höhepunkt des spirituellen Lebens! Eben gerade nicht. Ihr müsst wissen, dass euch gerade die Hellsichtigkeit in eurer Evolution behindern kann, wenn ihr sie zu früh, das heißt, bevor ihr euch genügend gereinigt und gestärkt habt, entwickelt. Wenn ihr nicht rein seid, was glaubt ihr wohl, was ihr sehen werdet? Ihr werdet nicht über die Grenzen der niederen Regionen der Astralebene hinauskommen; das ist dort, wo man nur Larven und Monstern begegnet. Ihr werdet dermaßen entsetzt sein, dass ihr den Herrn schließlich bitten werdet, euch diese Fähigkeit wieder zu nehmen, die euch einmal so wünschenswert erschien und die jetzt der Grund aller Qualen ist.
Man muss sich reinigen, um fähig zu werden, sehr hoch, bis zur Schau der himmlischen Dinge aufzusteigen. Und man muss sich auch stärken, um all die Dinge, die sich in den Herzen und Köpfen der Menschen abspielen, aushalten zu können. Es genügt nicht zu »sehen«, man muss auch fähig sein, das zu sehen, was der Himmel uns offenbart und man muss stark genug sein, um die höllischen Visionen zu ertragen.

30. August 2009

In einer Einweihungsschule hat die Musik und vor allem der Gesang eine große Rolle zu spielen. Da wir beim Gesang selbst das Instrument sind, das des Klang erzeugt hat das Singen auf uns, auf unseren physischen Körper, aber auch auf unsere feinstofflichen Körper eine sehr starke Wirkung. Durch das Singen senden wir Wellen und Kraftströme aus, die Formen in uns erzeugen. Deswegen ist es so wichtig, die mystische Wirkung des Gesangs wieder zu entdecken, indem wir unsere gesamte Aufmerksamkeit nicht nur auf die Melodie, sondern auch auf die Worte richten. Und vor allem müssen wir lernen, bei dem, was wir singen, eine Auswahl zu treffen.
Das Wort erschafft Welten und diese Welten können sich sehr lange aufrechterhalten. Man weiß nie, bis wann die Wirkung eines Wortes andauern wird. Was soll man also denken über die Musik, die man in unserer heutigen Zeit immer mehr hört, über eine hysterische Musik, die noch durch zerstörerische und gewalttätige Worte unterstrichen wird? Man sollte die Wirkung der Musik und vor allem die Wirkung von Gesang niemals unterschätzen.

29. August 2009

Jesus sagte: »Es ist nicht recht, dass man den Kindern ihr Brot nehme und es vor die Hunde werfe« (Mt 15,26). Um diese Worte richtig zu interpretieren, muss man verstehen, was Jesus mit der Nahrung und mit den Hunden meinte. Die Nahrung stellt alle guten Dinge dar, die unser Herz, unser Verstand, unsere Seele und unser Geist hervorbringen; man darf sie also nicht von den Hunden, das heißt von den Tieren der Astralebene, fressen lassen, sondern man muss sie sorgsam hüten, um die Engel, Erzengel und alle himmlischen Wesen damit ernähren zu können. Selig, wer es versteht, sich von diesem Gedanken erfüllen zu lassen.
Es gibt Besucher aus der göttlichen Welt, die glücklich wären, bei uns zu verweilen; doch wenn sie sehen, dass alles schon von niederen Wesenheiten aufgegessen wurde, entfernen sie sich. Seid nicht erstaunt, dies ist die Wahrheit: Lichtvolle Geister steigen vom Himmel herab, um die Menschen zu besuchen. Es sind königliche Gäste, die kommen, um ihre Tugenden und ihr Licht in uns hineinzulegen. Wenn sie vor uns stehen, sollten wir bereit sein, ihnen eine Nahrung anzubieten, die sie lieben. Aber was sollen sie tun, wenn dies nicht der Fall ist? Sie werden wieder gehen, weil sie keine Lust haben, zu verhungern.

28. August 2009

Es gibt Tage, an denen ihr fühlt, dass eure Stimme sich warm, rund, ausdrucksvoll und belebend anhört, während sie an anderen Tagen flach, ausgelöscht, heiser oder schrill wirkt. Der Klang eurer Stimme kann sich deshalb so stark verändern, weil er von dem Zustand abhängt, in dem ihr euch befindet. Ihr solltet euch also bemühen, harmonische Zustände in eurem Inneren zu schaffen, um auf eure Stimmbänder einwirken zu können. Je mehr ihr die höheren Regionen des Bewusstseins erreicht, desto harmonischer, belebender und kräftiger hören sich die Töne an, die aus eurem Mund kommen und desto positiver beeinflussen sie alle Geschöpfe.
Wenn ihr eure Stimme in den Dienst der Mächte des Lichts zu stellen wisst, werdet ihr dazu beitragen, die auf der Welt lastende Finsternis aufzulösen. Die Kinder Gottes müssen diese großen Gesetze kennen, um Gutes zu tun.

27. August 2009

Nur eine demütige und respektvolle innere Haltung wird es euch erlauben, spirituelle Verwirklichungen zu erzielen. Wenn ihr die himmlischen Wesen darum bittet, eure eigenen Wünsche und Begierden zu erfüllen, schneidet ihr euch von dem aufsteigenden Strom ab, der euch durch die Engelshierarchien hindurch mit Gott verbindet. Es ist an euch, den höher entwickelten Wesen, den Engeln, Erzengeln und Gottheiten zu dienen, weil dies der natürlichen Ordnung der Dinge entspricht. Überall gibt es eine Spitze und eine Basis, einen Kopf und einen Schwanz, und es ist der Schwanz, der dem Kopf folgen muss, nicht umgekehrt. Wenn ihr euch an den Himmel richtet, so bittet ihn nicht, herunterzukommen, um euch zu dienen, sondern bittet ihn, euch in seine Dienste zu nehmen.
Ihr sagt: »Aber die Strahlen der Sonne und der Sterne kommen doch bis zu uns hinunter und auch die Engel besuchen uns.« Natürlich, doch nur diejenigen, die die kosmische Ordnung in ihrem Inneren aufgenommen haben, profitieren von ihrem Aufenthalt. Genauso durchqueren die Engel den Weltraum und verteilen ihre Segnungen, aber nur wer die wahre Hierarchie anerkennt, wird sie empfangen können.

26. August 2009

»Eine Revolution anzetteln«. So lautet die Lösung, an die die meisten Menschen denken, wenn es darum geht, die Gesellschaft zu verändern. Doch nach jeder Revolution findet man die gleiche Unordnung, die gleiche Unehrlichkeit und die gleichen Ungerechtigkeiten wieder. Die Opfer und die Peiniger haben das Lager gewechselt, das ist alles; aber es gibt immer noch Opfer und Peiniger. Man muss also nicht im Äußeren, sondern in der Mentalität der Menschen Veränderungen bewirken. Viele behaupten, für das Glück der Menschheit zu arbeiten, aber wie viele wissen, was die Menschen wirklich zu ihrem Glück benötigen? Es sind nur wenige und darum sind auch die Resultate nicht gerade berühmt. Wenn man in einigen Bereichen Fortschritte feststellt, muss man gleichzeitig erkennen, dass in anderen Bereichen Rückschritte gemacht wurden.
Wahrhaftige Fortschritte und Verbesserungen finden zuerst in den Gedanken, im Herzen und in der Seele statt und geschehen dank dem Licht. Wie wollt ihr wirksame Verbesserungen erzielen, wenn die Mentalität der Menschen dieselbe bleibt, nämlich egoistisch, unehrlich und hinterhältig? Man muss bei der Mentalität beginnen, denn nur wenn man die Mentalität verändert, verändert man die ganze Welt.

25. August 2009

Man kann nicht leugnen, dass das Böse existiert; man muss es wahrnehmen und Vorsichtsmaßnahmen treffen. Doch nur weil es existiert, heißt das nicht, dass man nichts anderes mehr sehen soll. Leider gibt es Menschen, die Gefallen am Bösen gefunden haben und es ist für sie zur Nahrung geworden: Sie sind gierig nach Skandalen, Katastrophen und nach allem Schmutz. Dabei behaupten sie, es zu erwähnen, um es anzuprangern und zu bekämpfen. Nein, das stimmt nicht. Sie reden davon, weil sie es lieben, weil sie sich daran ergötzen. Ohne das Böse würden sie sich langweilen, sie hätten nichts mehr zu sagen und nichts mehr zu schreiben.
Bereits in sehr jungen Jahren sollte man die Kinder daran gewöhnen, sich lieber für alles Schöne, Gute, Edle und Reine zu interessieren. Das ist viel besser für ihre Entwicklung! Übrigens besteht gerade darin die wahre Pädagogik: dass man sich bemüht, in den Kindern die Liebe zum Besten, was existiert, zu wecken. Denn nur die Liebe zur Schönheit, zur Güte und zur Gerechtigkeit erlaubt es, das Böse in sich selbst und bei den anderen wirklich zu neutralisieren.

24. August 2009

Unsere Beschäftigungen bringen es mit sich, dass wir jeden Tag auf drei verschiedenen Ebenen arbeiten: auf der physischen Ebene (Körper), der psychischen Ebene (Seele) und der spirituellen Ebene (Geist). Diese Arbeit können wir auf den drei Ebenen gleichzeitig ausführen, wir müssen lediglich lernen, sie zu koordinieren, damit die körperliche Arbeit mit den beiden anderen Aktivitäten in Harmonie steht und umgekehrt.
Die meisten Menschen, die sich dieser verschiedenen Ebenen und der ihnen entsprechenden Aktivitäten nicht bewusst sind, lassen sich oft auf Aktivitäten ein, die sich nicht miteinander vertragen. Sie merken es nicht, bis zu dem Tag, an dem sie in einem unentwirrbaren Netz von Widersprüchen verstrickt sind und das Gefühl haben, dass sich um ihren Hals eine Schlinge zuzieht. Um sich harmonisch zu entwickeln, darf man innerlich keinerlei Dissonanz zwischen der Welt der Gedanken, der Welt der Gefühle und der Welt der Taten zulassen.

23. August 2009

Wenn ihr euch ständig darum kümmert, den anderen zu helfen und sie zu unterstützen, so verliert ihr dabei scheinbar etwas: Ihr bemerkt eine innere Müdigkeit auf der physischen und auch auf der psychischen Ebene. Wüsstet ihr aber, wie ihr arbeiten sollt, dann würdet ihr euch stärken. Das ist ein Gesetz, welches die Eingeweihten kennen ist. Indem sie den Menschen helfen, sie erleuchten, geben sie viel her, aber gleichzeitig erhalten sie Kräfte und Energien von der himmlischen Welt. Und sie erhalten viel mehr, als sie verschenkt haben, denn wenn sie der Erde geben, erhalten sie vom Himmel, und die himmlischen Segnungen sind unermesslich. Sie geben und sie erhalten, sie erhalten und sie geben.
Derjenige, der es nicht gelernt hat, himmlische Energien zu empfangen, ist schnell erschöpft und bereut anschließend, sich für die anderen verausgabt zu haben. Wenn man den Menschen wirklich etwas geben möchte, muss man zuerst lernen, vom Himmel zu empfangen.

22. August 2009

Der Pessimist kümmert sich nur noch um seine eigenen Angelegenheiten, ohne sich um die anderen zu sorgen, weil er überzeugt ist, dass die Menschen schlecht sind und dass es auf der Welt immer schlimmer wird. Und welch eine Befriedigung ist es für ihn, wenn er dann feststellt, dass die Schwierigkeiten und Unglücksfälle, die er vorausgesehen hat, tatsächlich eintreffen! Der Pessimismus erzeugt also Egoismus, Härte und auch Faulheit. Ja, in seiner Überzeugung, dass es nicht möglich sei, die Situation zu verbessern, wird der Pessimist zum Faulpelz … außer wenn es darum geht, alle möglichen Gründe darzulegen, die es rechtfertigen, Pessimist zu sein!
Wie viele Bücher wurden von Autoren geschrieben, die es für nötig hielten, besonders hervorzuheben, dass die Welt dem Bösen geweiht, das Leben absurd und überhaupt nichts mehr lohnenswert sei! Um Himmels willen, wenn das Gute nie triumphiert, wenn nichts mehr einen Sinn ergibt, wenn sich alles überhaupt nicht mehr lohnt, warum sich dann noch die Mühe machen, zu reden und zu schreiben? Viel logischer wäre es, stumm zu bleiben. Ja, welch ein ungesundes Bedürfnis dieser Leute, die Köpfe und die Herzen derjenigen, die sie hören oder die ihre Werke lesen, mit solchen schwarzen Wolken zu verdunkeln?