Archive for April, 2009

30. April 2009

Wie stellen es die finsteren Wesenheiten an, den Menschen zu schaden? Sie drängen sie dazu, Fehler zu begehen, denn jeder Fehler ist eine offene Tür, die ihnen das Recht gibt, bei ihnen einzudringen, um sie zu quälen. Wenn die Menschen widerstehen, wenn sie keine Fehler begehen, haben die Wesenheiten keine Macht. Deswegen hat der Teufel (sagen wir Teufel, um es zu vereinfachen) nur die Macht, die ihr ihm einräumt. Wenn ihr nichts mit ihm zu tun haben wollt, so öffnet ihm nicht die Tür. Er zwingt euch nicht, er macht euch nur Vorschläge; deshalb wird er auch »der Verführer« genannt – ihr seid diejenigen, die »Ja« sagen.
Die meisten Leute stellen sich vor, ihr Unwohlsein, ihre Ängste und Schwierigkeiten seien ganz plötzlich, einfach so, gekommen. Nein, sie haben sie vorbereitet, sie haben ihnen eine Türe geöffnet und sie eingeladen. Wie? Durch niedere Wünsche, Gedanken und Gefühle, durch bestimmte Schwächen und Übertretungen. Genau in diesem Moment hat der Teufel eine offene Tür vorgefunden, ist eingetreten und hat sein Zerstörungswerk begonnen.

29. April 2009

Auf der Bühne eines Theaters sieht man zwei Menschen, die sich bekriegen. Diese Konfrontation erscheint den Zuschauern so überzeugend, dass sie leidenschaftlich für den einen und gegen den anderen Partei ergreifen. Aber wenn einer der Zuschauer in der Pause hinter die Kulissen schauen könnte, würde er entdecken, dass genau diese Personen, die er gerade noch im erbitterten Kampf gegeneinander sah, die sich fast gegenseitig umbrachten, nun freundschaftlich miteinander plaudern und ihre Rückkehr auf die Bühne abwarten. Wie haben sie sich so schnell versöhnt? Ganz einfach, diese Männer oder Frauen sind keine Feinde: Auf der Bühne spielen sie ein Stück, in dem ihre Rolle besagt, dass sie sich bekämpfen; sie spielen es wortgetreu, in dem Wissen, dass es ein Spiel ist. Sobald sie die Bühne aber verlassen, sind sie Freunde.
Das menschliche Leben ist ein Theater, wie oft wurde das schon gesagt! Nur genügt es nicht, es zu sagen, man muss auch Schlussfolgerungen daraus ziehen. Könnten die Menschen sich nur endlich des Theaters bewusst werden, dass sie dabei sind zu spielen, dann würden sie sich begnügen, mit Platzpatronen aufs Schlachtfeld zu ziehen; sie würden eine Weile so tun, als kämpften sie, das würde ihnen gut tun; danach würden sie sich umarmen und jeder ginge unter Fanfarenklängen zurück nach Hause.

28. April 2009

Sich ernähren bedeutet nicht nur zu essen und zu trinken, wie wir das täglich tun. Sich ernähren ist ein Prozess, der sich auf den gesamten Kosmos erstreckt. Ja, denn der Mensch wurde geschaffen, um alle für sein Leben notwendigen Elemente zu empfangen; er kann in allen Regionen des Raumes Nahrungen finden, die nicht nur zu seinem physischen Körper, sondern auch zu seinem Ätherleib, seinem Astral-, Mental-, Kausal-, Buddhi- und Atmanleib passen. Versucht, dies zu verstehen, dann werdet ihr anfangen, die Schöpfung als eine riesige Symphonie zu empfinden.
Aber damit dieser Austausch stattfinden kann, müssen selbstverständlich die Kommunikationswege frei sein. Solange sie es nicht sind, fließt der Strom nur schlecht; das ist wie bei verstopften Rohren, die man durchgängig machen muss. Wie? Auf der physischen Ebene kann man seine Ernährung ändern, eine Diät einhalten, Abführmittel oder Einläufe nehmen usw. Auf der psychischen Ebene behandelt man diese Verschlüsse, indem man bei seinen Gedanken und Gefühlen eine strenge Auswahl trifft und nur jene behält, die wirklich lichtvoll, selbstlos und großzügig sind.

27. April 2009

Da die Menschen einen physischen Körper, ein Herz, einen Verstand, eine Seele und einen Geist besitzen, leben sie auf verschiedenen Ebenen. Aber es kann sein, dass auf diesen verschiedenen Ebenen bestimmte Bedingungen günstig sind und ihrer Entwicklung helfen, während andere ungünstig sind und sie daran hindern, sich weiterzuentwickeln; es kann also sein, dass die einen sich dort entfalten, wo es mit den anderen bergab geht, und umgekehrt.
Eine Person hat zum Beispiel sehr gut entwickelte intellektuelle Fähigkeiten, aber eine schlechte Gesundheit. Warum? Weil es im Universum Kräfte und Ströme gibt, die mit bestimmten Aspekten ihres Lebens nicht ganz einverstanden sind und diese bekämpfen, indem sie bei ihr Schwierigkeiten provozieren. Die Menschen haben alle auf irgendeiner Ebene unter dieser Art von Unstimmigkeit zu leiden. Das einzige Heilmittel ist die Harmonie: Harmonie mit der Sonne, den Sternen, der Erde, mit der gesamten Natur, auf dass alle kosmischen Mächte zu ihrer Entfaltung beitragen.

26. April 2009

Die Menschen können nur solange selbstzufrieden sein, wie sie das Licht der Einweihungswissenschaft, das ihnen ihre Mängel bewusst macht, nicht erhalten haben. An dem Tag jedoch, an dem sie dieses Licht empfangen, sind sie entsetzt, weil sie gezwungenermaßen erkennen, dass sie ihre Zeit vergeudet und ihre Kräfte verschwendet haben, mit allen möglichen unnützen oder schädlichen Aktivitäten. Dann haben sie nur noch das Bedürfnis, die Augen zu verschließen oder davonzulaufen.
Aber man sollte weder die Augen verschließen, noch davonlaufen, egal wie frustrierend die entdeckte Wirklichkeit auch sein mag, denn es ist trotzdem vorzuziehen, klar zu sehen. Wie kann man aus einer Situation herauskommen, wenn man sich weigert, die Wirklichkeit anzuerkennen? Ihr sagt: »Aber wir werden leiden!« Ja, es ist jedoch besser, zu leiden und dafür im Licht zu sein. Man gewinnt nichts, wenn man in den Illusionen bleibt, denn das Leben ist schrecklich: Früher oder später zwingt es uns, die Wirklichkeit zu sehen und je mehr man wartet, desto mehr Schwierigkeiten werden einem begegnen.

25. April 2009

Die Menschen beurteilen alles nach ihren eigenen Kriterien; sie sehen nicht, dass es Werte gibt, die sie vernachlässigen, während sie andere überbewerten. Deswegen sind die menschlichen Werte in den Augen der kosmischen Intelligenz selten die wahren Werte.
Nehmen wir das Beispiel der Bildung, der im Allgemeinen so viel Beachtung geschenkt wird. Wenn man jemanden fragt, wie lange er gebraucht hat, um sein Diplom zu erlangen, so wird er drei bis fünf Jahre, oder falls er Arzt ist, eine noch längere Zeitspanne angeben und das scheint viel zu sein. Aber um Tugenden, wie Geduld, Güte, Großzügigkeit oder Weisheit zu erlangen, genügen einige Jahre nicht, dazu braucht es einige Jahrhunderte. Es ist ja so viel einfacher, Bücherwissen zu erlangen, als moralische Qualitäten zu entwickeln! Wenn ein Mensch diese Qualitäten besitzt, so heißt das, dass er Jahrhunderte lang gearbeitet hat, um sie zu gewinnen; warum sollte man solche Qualitäten also unterbewerten?

24. April 2009

Die Medikamente, die ihr nehmt, wenn ihr krank seid, besitzen offensichtlich heilende Eigenschaften. Aber sie wären unzureichend und würden sogar überhaupt nicht wirken, wenn nicht auch in euch etwas zur Heilung beitrüge: Es ist die Materie eures Körpers selbst, die in der Lage ist, sich zu verteidigen, weil sie von der Kraft eures Geistes beseelt und stimuliert wird. Das umso mehr, weil diese Medikamente, die die Krankheiten bekämpfen, oft gleichzeitig den Organismus als Ganzes schwächen. Man muss dem Organismus also die Möglichkeit lassen, sich zu verteidigen, indem man die in ihm liegenden Kräfte weckt.
In gleicher Weise soll ein Arzt nicht nur jemand sein, der Medikamente verschreibt. Seine Liebe zu den Kranken, sein Mitgefühl für ihr Leiden, sein Wille, sie zu heilen, all das gibt ihm eine Art magische Kraft. Von seiner ganzen Person geht ein wirksames Fluidum aus, das in den Kranken eindringt, ihn belebt und wiedererweckt. Die Studenten an den Medizinischen Hochschulen sollten dies ebenfalls lernen: Dass die materiellen Medikamente unzureichend sind und dass sie durch ihre Anwesenheit, selbst zum lebenden Heilmittel für ihre Kranken werden müssen.

23. April 2009

Wie groß ihre Macht auch sei, das Schicksal eines Landes liegt nicht in den Händen der Politiker. Vielleicht können sie diese Illusion eine Zeit lang nähren und auf andere übertragen, aber das wird nicht andauern. Alle, die sich einbildeten, das Schicksal der Völker liege in ihren Händen und sie könnten darüber nach Gutdünken verfügen, fanden ein schlechtes Ende. Denn es sind nicht die mächtigen Menschen, die das Schicksal der Menschheit lenken, sondern höhere Wesen, die beobachten und eingreifen.
Ja, es gibt andere Intelligenzen, andere Kräfte, die wirken, mit einem Ziel, das sich oft unserem Verständnis entzieht. Deshalb ist es auch den mächtigen Geheimgesellschaften, die glaubten, die Welt beherrschen zu können, nicht gelungen und die meisten von ihnen wurden vernichtet. Hingegen ist das Ideal jener, die sich in den Dienst des Herrn stellten, die Seine Pläne ausführen wollten, niemals verschwunden; selbst wenn sie oft mit Füßen getreten und massakriert wurden, ist ihr Ideal im Vormarsch, denn die Pläne des Herrn zielen immer auf die Befreiung des Menschen, auf seine Entfaltung, auf sein Heil.

22. April 2009

Wollt ihr glücklich sein? Nun, anstatt zu versuchen, das zu erlangen, was ihr noch nicht habt, beginnt damit, dankbar zu sein für alles, was ihr bereits auf der materiellen, seelischen und geistigen Ebene besitzt und bemüht euch, die anderen davon profitieren zu lassen. Pflegt, um glücklich zu sein, die Fähigkeit, euch zu freuen und dankbar zu sein; und besonders, euch über Dinge zu freuen und für sie dankbar zu sein, die ihr bis dahin vernachlässigt oder missachtet hattet. Versucht jeden Tag wenigstens ein Ereignis, eine Begegnung, einen Gedanken zu finden, die euch gut tun oder euch begeistern und legt sie in euren Kopf, in euer Herz.
Wenn ihr täglich dem Herrn zu danken wisst, wenn ihr alles zu schätzen wisst, was Er euch gibt, dann besitzt ihr das magische Geheimnis, das euer Leben verwandeln kann. Die lichtvollen Wesenheiten der unsichtbaren Welt werden sich euch nähern, um euch zu helfen. Das ist Glück.

21. April 2009

Unsichtbare Wesen begleiten den Menschen sein ganzes Leben lang. Die lichten, wohltätigen Wesen, die für ihn, überall wo er hingehen muss, den Weg vorbereiten, und im Gegensatz dazu, die dunklen, böswilligen Wesenheiten, die sich allem widersetzen, was er Nützliches und Konstruktives unternehmen will und die ihn in Sackgassen führen.
Wenn ein König reist, geht ihm seine Dienerschaft voraus und bereitet seine Ankunft vor: Sobald er eintrifft, ist alles bereit, weil er der König ist. Aber wer kümmert sich schon darum, die Reisen eines Bettlers vorzubereiten? Im Innenleben gilt das Gleiche. Wer ein König oder Prinz ist, der wird notwendigerweise den Weg vor sich frei geräumt finden und er wird von einer großen Zahl von Menschen empfangen. Ein Bettler hingegen, als Symbol für einen tugendarmen Menschen, wird nirgends gut empfangen. Das Geheimnis des wahren Lebens ist also, danach zu trachten, der König seiner selbst zu werden; ein König, der seine Gedanken, Gefühle und Handlungen beherrscht. Wer wirklich der Herr seines Reiches ist, hat immer Wesen, die vor ihm hergehen und ihm die besten Bedingungen bereiten.