Archive for März, 2009

31. März 2009

Atmen ist eine so natürliche und spontane Handlung, dass nur wenige Menschen wirklich bemerken, dass sie atmen. Doch welche Wohltaten könnten sie durch eine regelmäßige, bewusste Atmung erfahren! Wohltaten für ihre körperliche Gesundheit versteht sich, aber nicht nur dafür. Die Atmung hat auch eine Wirkung auf Herz und Verstand und sogar noch höher, auf Seele und Geist. Denn die Funktionen der feinstofflichen Körper und geistigen Zentren, der Chakras, wie sie seit langem von indischen Yogis gelehrt werden, hängen ebenfalls von der Atmung ab.
Die Atmung ist ein Schlüssel. Diejenigen, die sich darin üben, bewusst zu atmen und sich mit den kosmischen Rhythmen zu harmonisieren, treten in Verbindung mit erhabenen Wesen und profitieren von deren Wissen und deren Fähigkeiten.

30. März 2009

Indem sie ihre Anstrengungen auf die Verwandlung der Materie konzentrierten, hatten die Alchimisten ein besseres Verständnis der spirituellen Arbeit als viele sogenannte Spiritualisten, die sich befleißigen, die Materie zu meiden und den Körper vom Geist zu trennen. Die Alchimie schneidet den Menschen nicht entzwei und macht aus ihm nicht einen Geist, der alleine unsere Aufmerksamkeit verdient und einen Körper, den man ignorieren, verachten und quälen sollte. Nein, Geist und Materie, Geist und Körper, haben eine gemeinsame Arbeit zu verrichten.
Der Körper ist nicht das Grab des Geistes. Oder, genauer gesagt, der Körper ist nur für denjenigen das Grab des Geistes, der die Bedeutung des ersten Satzes der Schöpfungsgeschichte nicht verstanden hat, in dem es heißt: »Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde« (Gen 1,1). Ja, nicht nur den Himmel, sondern Himmel und Erde. Unter »Himmel« ist der Geist und unter »Erde« die Materie zu verstehen; wenn Gott beides geschaffen hat, so deshalb, weil die beiden etwas miteinander zu tun haben. Den Körper vom Geist zu trennen bedeutet, ein Haus von seinem Dach zu trennen; es ist allen Unwettern ausgeliefert und zerfällt; und was macht das Dach, wenn es nicht vier Mauern hat, auf denen es ruhen kann?

29. März 2009

Beim Anblick der Welt hat jeder Grund, orientierungslos und verängstigt zu werden. Was gilt es dagegen zu tun? Die einen konsultieren Psychologen und Psychoanalytiker. Die anderen befragen Astrologen, Hellseher oder ein Medium, wie das in der heutigen Zeit mehr und mehr der Fall ist. Dies beweist, dass sie nicht verstanden haben, wo und wie sie die wahren Sicherheiten, die wahren Gründe für ein Vertrauen in die Zukunft suchen sollen.
Es gibt Personen, die dazu fähig sind, die Zukunft zu entschlüsseln, aber sie sind selten. Und selbst wenn sie euch über die zu geschehenden Ereignisse informieren, müsst ihr doch selbst herausfinden, wie ihr handeln müsst, um angesichts der Prüfungen nicht alle eure Chancen zu vertun. Also, anstatt die einen und anderen zu befragen, ist es vernünftiger, wenn ihr euch darum kümmert, in euch selbst etwas Beständiges aufzubauen; etwas, das euch erlaubt, alles, was mit euch geschieht, eurer Weiterentwicklung dienen zu lassen, Freuden wie Kümmernisse, Erfolge wie Misserfolge.

28. März 2009

Man kann sehr gut verstehen, dass jeder sich gemäß seinen Fähigkeiten, Geschicklichkeiten, gemäß seinem Temperament und seinen Bedürfnissen äußert; das ist normal. Aber wenn jemand sagt: »Ich glaube dies, ich glaube jenes nicht« mit der Überzeugung, dabei eine ewige Wahrheit zu verkünden, dann beweist er damit seine Überheblichkeit. Als würde es genügen, dass er etwas glaubt oder nicht glaubt, damit es wahr ist! Die Frage ist nicht, zu glauben oder nicht zu glauben. Die Frage ist, genau zu beobachten und zu prüfen. Auf diese Weise nähert man sich der Wahrheit.
Wenn jemand sagt: »ich glaube«, hat er dann untersucht, warum er glaubt? Was hat diesen Glauben angeregt? Wie viele Dinge glauben die Menschen, weil ihnen das passt, weil es ihnen gefällt, weil es ihren Bedürfnissen, ihrer Sensibilität und ihren Interessen entspricht! Nun, sie können glauben, was sie wollen, sie haben das Recht dazu, aber sie sollen sich nicht einbilden, dass das, was sie glauben, die absolute Wahrheit sei; und vor allem sollen sie aufhören, es den anderen aufzwingen zu wollen!

27. März 2009

Die Methode der Wissenschaftler ist die Analyse: Sie zerschneiden, trennen, sezieren, zersetzen, und diese Methode hat sich nun in allen Bereichen des Lebens verallgemeinert. Natürlich, wenn man vor einem Problem steht, ist es notwendig, es zu analysieren; aber um die beste Lösung zu finden, ist die wirksamste Methode die Synthese, das heißt, man stellt das Problem wieder mitten in eine Ganzheit. Allein die Synthese belebt. Indem man sich darauf versteift, zu analysieren, die Wesen und Dinge auseinanderzunehmen, geht man in Richtung Tod; zuerst ist es der spirituelle Tod und dann der physische.
Was ist der Individualismus? Eine Art Analyse, die die Menschen dazu drängt, sich abzusondern, sich zu isolieren, sich von den anderen zu trennen und die Mauern und Grenzen zu verstärken; auch diese Analyse führt zum spirituellen Tod. Eine Gemeinschaft, eine Bruderschaft im Gegenteil, ist eine Synthese, die das Leben bringt. Solange die Menschen nicht die universelle Brüderlichkeit in der Welt realisieren wollen, zerstören sie sich selbst. Um zu leben, braucht es ein hohes Ideal und dieses Ideal ist das Reich Gottes, das nichts anderes ist, als die wahre universelle Brüderlichkeit.

26. März 2009

In seiner Essenz ist der nach dem Bilde Gottes geschaffene Mensch ein reiner Geist. Also, warum ist er dann auf die Erde herabgekommen? Um die Materie zu erforschen und zu studieren; auf diese Weise entwickelt er alle Möglichkeiten seines Gehirns. In diesem Abstieg haben die fünf Sinne, die die Übermittler zwischen Geist und Materie sind, eine solche Wichtigkeit bekommen, dass er schlussendlich das Bewusstsein der göttlichen Welt verlor; er hat die Verbindung mit ihr abgeschnitten, er fühlt nicht einmal mehr ihre Gegenwart und das ist natürlich ein großer Verlust. Dennoch bleibt dieser Kontakt mit der Materie für die Menschheit eine außergewöhnliche Errungenschaft.
Es gehört zu den Plänen der kosmischen Intelligenz, die menschlichen Geschöpfe bis zur Vollkommenheit zu führen. Wenn der Mensch durch die Dichte der Materie, durch Krankheit und Tod gegangen ist, so wird er kraft dieser Erfahrungen zum wahren Leben, zum Licht und zur Freiheit zurückkehren und dann wird er seinen Schöpfer vollständig erkennen.
In seiner Essenz ist der nach dem Bilde Gottes geschaffene Mensch ein reiner Geist. Also, warum ist er dann auf die Erde herabgekommen? Um die Materie zu erforschen und zu studieren; auf diese Weise entwickelt er alle Möglichkeiten seines Gehirns. In diesem Abstieg haben die fünf Sinne, die die Übermittler zwischen Geist und Materie sind, eine solche Wichtigkeit bekommen, dass er schlussendlich das Bewusstsein der göttlichen Welt verlor; er hat die Verbindung mit ihr abgeschnitten, er fühlt nicht einmal mehr ihre Gegenwart und das ist natürlich ein großer Verlust. Dennoch bleibt dieser Kontakt mit der Materie für die Menschheit eine außergewöhnliche Errungenschaft.
Es gehört zu den Plänen der kosmischen Intelligenz, die menschlichen Geschöpfe bis zur Vollkommenheit zu führen. Wenn der Mensch durch die Dichte der Materie, durch Krankheit und Tod gegangen ist, so wird er kraft dieser Erfahrungen zum wahren Leben, zum Licht und zur Freiheit zurückkehren und dann wird er seinen Schöpfer vollständig erkennen.

25. März 2009

Da ist eine Sache, die die Gläubigen aller Religionen nur mit Schwierigkeiten akzeptieren, nämlich dass Gott, der Allmächtige, sich nicht endlich dazu entschließt, die Geister des Bösen, die sie in Versuchung führen, zu vernichten. Aber auch diese Geister haben das Recht zu leben, es ist an den Menschen, ihnen nicht in die Falle zu gehen. Gott wird den Teufel niemals dafür bestrafen, dass er sie in Versuchung führt: Sie selbst müssen klarer und stärker werden; sie selbst müssen verstehen, wo ihr wirkliches Interesse liegt; sie selbst müssen herausfinden, warum es vorzuziehen ist, lieber diese als eine andere Richtung einzuschlagen und den Willen aufbringen, in diese Richtung zu gehen. Sie müssen vollständig davon überzeugt sein.
Wäre es für den Menschen wirklich vorteilhaft, gegen seinen Willen auf den Weg des Guten und des Lichts gedrängt zu werden? Wäre es gut, wenn er, egal was er tut, gegen Versuchungen und Irrtümer gefeit wäre? Der Schöpfer und die himmlischen Geister lassen ihn seinen Weg selbst finden, damit er sein Bewusstsein entwickelt und lernt, die Verantwortung für seine Ausrichtungen zu übernehmen.

24. März 2009

Sich auf das spirituelle Leben einzulassen, verlangt Anstrengungen und ihr habt vielleicht keinerlei Lust, diese Anstrengungen zu machen, das ist klar. Versucht aber trotzdem, wenigstens verstandesmäßig, die Vorteile dieses spirituellen Lebens zu begreifen. Habt ihr sie nämlich einmal begriffen, dann macht ihr leichter die Anstrengungen, um diesen Weg zu gehen.
Nehmen wir ein Beispiel: Ihr solltet euch die Zähne richten lassen und das stört euch. Dies ist völlig normal, denn ihr habt Angst zu leiden, aber dennoch entscheidet ihr euch, es zu tun. Euer Verstand hat begriffen, dass es besser ist und daher erklärt ihr euch einverstanden. Warum also im spirituellen Bereich nicht das Gleiche tun? Sagt euch: »Es ist klar, dass ich leiden werde, aber es ist besser; wie viele Probleme werde ich danach lösen können!« Und schon geht ihr zum »Zahnarzt«! Ihr müsst also zuerst die Vorteile des spirituellen Lebens verstehen; danach versucht ihr, einige Personen zu treffen, die dieses Leben führen und dann macht ihr die Übungen, als hättet ihr an diesen Aktivitäten Geschmack gefunden. Sagt euch: »Das gefällt mir nicht so sehr, aber ich werde mich trotzdem anstrengen zu beten, zu meditieren, Übungen zu machen und zum Sonnenaufgang zu gehen.« Wenn ihr euch ernsthaft und fleißig daran macht, wird einige Zeit später auch das Bedürfnis nach dem spirituellen Leben in euch auftauchen und ihr werdet Geschmack daran finden.

23. März 2009

Es ist das Licht, dem ihr den ersten Platz einräumen müsst. Denn das Licht ist in allem gegenwärtig. Wenn ihr euch einmal ganz von dieser Wahrheit habt durchdringen lassen, wird euer gesamtes Leben verwandelt sein.
Wenn ihr esst und dabei bewusst seid, dass die Nahrung, die Früchte und Gemüse, eine Kondensation der erhaltenen Sonnenstrahlen sind, dann erschafft ihr damit bessere physiologische Bedingungen, damit diese Strahlen gut aufgenommen und in eurem ganzen Organismus verteilt werden können. Wenn ihr mit der Überzeugung atmet, dass ihr durch die Atmung das Licht in euch hineinziehen könnt, dann macht ihr euch damit bereit, das himmlische Licht, den Geist Gottes zu empfangen. Denn das Licht, das ihr seht, das Licht, das von der Sonne kommt, ist nur die materiellste Form von Licht. Hinter diesem Licht gibt es andere, feinstofflichere Lichter; wenn ihr mit ihnen in Verbindung zu treten wisst, wenn ihr euch von ihnen zu ernähren wisst, werden sie euch das ewige Leben bringen.

22. März 2009

Die Schönheit gehört in ihrer Essenz nicht zur physischen Welt, deshalb kann man sie nicht fassen und noch viel weniger besitzen; sobald man sich ihr nähert, um sie zu berühren, entflieht sie. Die Schönheit ist eine ausschließlich für die Augen gemachte Welt; sie ist weder für den Mund noch für die Hände da. Sie liebt es, betrachtet zu werden, aber sie erträgt es nicht, wenn man sie berührt. Man muss also sehr achtsam sein, wenn man Wesen begegnet, die schön sind. Wer dabei kein gutes Verhalten zeigt, kann die himmlischen Wesen verjagen, die in ihnen wohnen und die ihnen diese Schönheit verleihen. Und wenn diese Wesen sich entfernen, wird er selbst auch leiden, weil er dieses ungreifbare Element verliert, das gleichzeitig sein eigenes Leben verschönerte.
Unsere Freude und unsere Inspiration hängen also von unserem Respekt der Schönheit gegenüber ab. Indem wir sie jeden Tag zu betrachten lernen, kosten wir das wahre Leben.