Archive for Februar, 2009

28. Februar 2009

Mit der Nahrung, die wir täglich zu uns nehmen, erbauen wir unseren physischen Körper, jenen Körper, der ein Tempel des Geistes werden soll. Wenn die aufgenommene Materie, die zu diesem Bau dienen soll, nicht rein ist, widersetzt sie sich der Ankunft des Geistes in uns.
Wer zum Beispiel Fleisch isst, muss wissen, dass alle aufgenommenen tierischen Zellen in den Aufbau seines Körpers mit hineingehen und dass diese Zellen ihre Teilnahme verweigern, wenn er edle und großzügige Taten vollbringen möchte. Mit dem Fleisch kommen die instinktiven Impulse, die dem Tierreich angehörten (Angst, Gier, Grausamkeit usw.) in den Menschen hinein und wenn er sein höheres Wesen entwickeln will, trifft er auf Schwierigkeiten, weil die tierischen Zellen sich nicht nach seinem Ideal ausrichten. Sie haben einen eigenen Willen entwickelt, der sich gegen den seinen richtet und sich dem inneren Bau eines Tempels für den Geist widersetzt.

27. Februar 2009

Es heißt, Gott habe, bevor Er die Welt erschuf, zuerst ihre Grenzen gezogen. Und alles, was existiert, bestätigt unaufhörlich, wie sehr Grenzen benötigt werden. Die Zelle ist von einer Membran umgeben, das Gehirn ist im Schädel eingeschlossen usw. Und was ist die Funktion der Haut? Sie dient als Grenze. Beobachtet die Dinge um euch herum, überall werdet ihr einen Spiegel jenes Kreises finden, der im Buch der Sprüche erwähnt wird, als Gott die Grenzen Seiner Schöpfung zog (Spr 8,27-29). Wenn man ein Parfüm nicht in einer Flasche einschließt, verflüchtigt es sich. Man möchte ein Haus bauen; aber zuerst muss man seine Grenzen festlegen, denn wo wäre das Haus, wenn es keine Mauern gäbe? Auf der spirituellen Ebene ist es genauso. Auch da sind Grenzen nötig. Bevor ein Magier die lichtvollen Geister anruft, um eine Arbeit auszuführen, umgibt er sich mit einem Kreis; er legt die Grenzen des Bereiches fest, innerhalb dessen er tätig wird. Und der geistige Schüler? Er muss lernen, und sei es nur in Gedanken, täglich um sich herum einen Lichtkreis zu ziehen. Fehlt ihm dieser Kreis, zerstreuen sich seine spirituellen Energien und er ist nicht mehr in Sicherheit.

26. Februar 2009

Intellekt ist nicht gleich Intelligenz, man muss lernen, die beiden voneinander zu unterscheiden. Der Intellekt ist ein Instrument, das dem Menschen gegeben wurde, damit er sich auf der materiellen Ebene aus der Klemme helfen kann, damit er die Alltagsprobleme lösen, die Natur studieren und aus diesem Studium einige Schlüsse ziehen kann. Die Intelligenz hingegen ist in der initiatischen Bedeutung des Wortes eine weit höher stehende Fähigkeit. Über der Astral- und Mentalebene angesiedelt, ist sie in der Lage, die Gefühle, die Gedanken und alle Manifestationen des psychischen Lebens zu beherrschen.
Diese Intelligenz verstehen die Eingeweihten als die wahre Intelligenz; sie ist mit der göttlichen Welt, der Welt des Überbewusstseins, verbunden. Alle Wesen, die bei gleichzeitiger Beherrschung ihrer Gedanken und Gefühle zu arbeiten gelernt haben, indem sie sich mit den höheren Regionen in Verbindung setzten und austauschten, waren zu erhabenen Verwirklichungen fähig. Eben sie haben es der Menschheit ermöglicht, wirklich voranzukommen.

25. Februar 2009

Es stimmt, die Menschen haben alle möglichen Fehler; sie sind oft beschränkt, böse, neidisch, undankbar usw. Diese Feststellung ist zwar absolut richtig, aber warum sollte man sich mit ihren Fehlern beschäftigen, als gäbe es nichts anderes?
Man muss natürlich die Augen offen halten, um nicht ausgenützt zu werden, das ist sehr wichtig; aber ihr solltet verstehen, dass dies nur die Hälfte eurer Aufgabe darstellt. Wenn ihr in euren Beziehungen den Menschen gegenüber ständig eine misstrauische und kritische Haltung einnehmt, werden sie nicht nur aufhören, euch gegenüber, ihre, das darf man nie vergessen, ebenfalls vorhandenen, guten Eigenschaften zu manifestieren, sondern sie werden außerdem versuchen, sich zu rächen. Zeigt ihr ihnen hingegen, dass ihr ihre Qualitäten gesehen habt und auf sie zählt, so besteht die Chance, dass sie dadurch ihre guten Eigenschaften an den Tag legen und manche werden wenigstens dafür sorgen, euch nicht zu enttäuschen.

24. Februar 2009

Die Funktionsweise der menschlichen Psyche kann mit der eines Radios verglichen werden. Ihr dreht den Knopf eures Transistors und könnt damit wählen, ob ihr Musik, ein Hörspiel oder Nachrichten hören wollt. Aber manchmal müsst ihr ein ziemlich unangenehmes Geräusch über euch ergehen lassen, bevor ihr die richtige Frequenz findet. Nun, mit eurer inneren Welt geschieht das Gleiche. Auch hier habt ihr die Möglichkeit, eine Sendung, die ihr hören wollt, auszuwählen, aber manchmal kommt es vor, dass ihr dabei aus Unachtsamkeit oder Böswilligkeit eine falsche Bewegung ausführt und dann gibt es ein großes Stimmengewirr und einen starken Lärm. Beeilt euch, das in Ordnung zu bringen! Durch eure Gedanken und Vorstellungskraft könnt ihr Wellenlängen empfangen, die euch die Stimmen des Himmels hören lassen: den Frieden und die Harmonie.
Was bedeutet es, zu beten? Es bedeutet, in sich selbst die Wellenlänge zu finden, die uns mit den himmlischen Wesen, mit dem Herrn in Verbindung bringt. Und diese Wesenheiten lassen uns dann in die geordnete, harmonische Bewegung ihrer Existenz eintreten. Beten bedeutet, in uns eine göttliche Schwingung auszulösen.

23. Februar 2009

Während des Sommers, der Jahreszeit, in der die Sonne am meisten Licht und Wärme spendet, hat man nicht viele Kleider an. Im Winter hingegen, wenn die Sonne sich seltener zeigt, wenn es dunkler und kälter ist, muss man mehr anziehen.
Diese Naturphänomene zeigen Entsprechungen zum psychischen Leben. Je mehr man sich von der göttlichen Sonne, der Quelle von Wärme und Licht, das heißt von Liebe und Weisheit entfernt, desto kälter wird es und dann ist man gezwungen, sich in alle möglichen Deckmäntel zu hüllen, um sein Elend zu kompensieren oder zu maskieren. Beginnt man hingegen, sich durch ein reines und Licht erfülltes Leben der göttlichen Quelle zu nähern, so entledigt man sich aller unnützen Schichten. Sommer und Winter, diese Jahreszeiten des Seelenlebens muss man interpretieren, um zu lernen, wie man sie durchleben soll.

22. Februar 2009

Wenn man ein Haus und seine Bewohner vor Eindringlingen schützen möchte, umgibt man es mit einem Zaun. Der Zaun ist eine Abgrenzung, eine Barriere und damit ein Schutz. Diese schützende Rolle spielt beim physischen Körper die Haut und auf der spirituellen Ebene wird der Schutz durch die Aura gewährleistet.
Die Aura ist die wahre Abgrenzung, die uns vor unerwünschten Eindringlingen schützt; wir müssen sie gut geschlossen halten und so hoch wie möglich ziehen. Wie? Durch die Arbeit von Herz und Verstand. Das Herz hält die Umzäunung fest verschlossen, es flickt Risse und Löcher, damit wir den Angriffen widerstehen können. Denn die Liebe wirkt auf spezielle Weise: Sie stärkt die Zellen und macht sie fähig, mit Krankheit und Unglück fertig zu werden. Der durch die Weisheit erhellte Verstand hingegen errichtet eine Barriere, welche die finsteren Geister, die in den niederen Regionen herumschleichen, nicht überwinden können.

21. Februar 2009

An den Beobachtungen und Studien, die die Wissenschaftler über die Natur machen, ist nichts auszusetzen. Aber in den Schlüssen, die sie aus dem Beobachteten ziehen, täuschen sie sich häufig. Von einem bestimmten Punkt ausgehend, urteilen sie zu oft über die Gesamtheit der Offenbarungen des Lebens. Doch wenn ihre Beobachtungen in einigen Fällen auch richtig sein mögen, trifft dies eben nicht unbedingt auf alle Fälle zu.
Wie viele behaupten zum Beispiel, es gäbe kein Leben auf den anderen Planeten oder in den anderen Regionen des Weltraums, mit der Begründung, dass dort kein Wasser oder andere, für das Leben auf der Erde notwendigen Elemente vorhanden seien! Als wären ihnen alle Möglichkeiten bekannt, die die Natur besitzt, um Leben zu erschaffen! Die Natur ist intelligenter als alle Wissenschaftler, Chemiker, Biologen und Astrophysiker. Und vor allem hat sie mehr Vorstellungsvermögen: Sie hat in Gegenden und unter Bedingungen Leben geschaffen, die man für unmöglich hielt. Wer kann übrigens sagen, was das Leben wirklich ist? Man kennt die Materie und die Elemente, mit denen es auftritt, aber was das Leben ist, wird noch für lange Zeit ein Geheimnis bleiben.

20. Februar 2009

Lernt zu geben, denn wenn ihr gebt, empfangt ihr. Das ist ein physikalisches Gesetz: Im Universum wird die Leere nicht akzeptiert. Übrigens ist der Satz: »Die Natur kann die Leere nicht ertragen« gut bekannt. Sobald irgendwo ein Vakuum entsteht, kommt sofort etwas, um es zu füllen. Ihr leert aus einer Flasche das Wasser aus und sofort dringt Luft in sie ein. Wenn es euch gelingt, die Luft herauszusaugen, wird der Raum von einer subtileren Materie erfüllt. Es ist immer ein subtileres Element, das kommt, um das zu ersetzen, was entfernt wurde.
Dieses physikalische Gesetz ist auch auf der psychischen und spirituellen Ebene anwendbar. Wenn ihr also eure inneren Vorratsbehälter leert, indem ihr allen Geschöpfen eure Liebe und eure guten Wünsche schenkt, wird sofort ein subtileres Element aus der göttlichen Welt kommen, um euch zu erfüllen.

19. Februar 2009

Obwohl sie als Meisterwerke gelten, halten gewisse künstlerische Schöpfungen die Menschen in den zwielichtigen Regionen der Astralebene fest. Sie helfen ihnen also nicht dabei, klarer zu sehen und bewirken nicht, dass sie sich verbessern; sie hindern sie sogar daran, sich weiterzuentwickeln. Natürlich kann man nicht abstreiten, dass diese astralen Regionen voller Verführungen sind, aber wer in ihnen verweilt, wird ihr Gefangener. In der »Odyssee« erzählt Homer, wie Odysseus seinen Gefolgsleuten die Ohren mit Wachs zustopfen ließ, während sie an den Inseln der Sirenen vorbeisegelten, damit sie sich nicht von diesen Frauen mit den melodischen Stimmen verführen ließen, die sie vom Weg abgelenkt hätten, um sie zu verschlingen. Die Sirenen sind eines der zahlreichen Symbole für die Wesenheiten der Astralebene, die gewiss sehr verführerisch sind; aber die Menschen müssen sich mit allen Mitteln darum bemühen, ihnen zu entkommen.
Ein wirklicher Lehrer kennt, ebenso wie Odysseus, die Wirklichkeiten der psychischen Welt und versucht, seine Schüler vor den Fallen der Astralebene zu warnen. Er zieht sie mit sich weiter und höher, damit sie die einzigen Wirklichkeiten kennenlernen, die es wert sind, entdeckt zu werden: die Pracht und die Herrlichkeit der göttlichen Ebene.