Archive for August, 2008

31. August 2008

Macht es euch in eurer spirituellen Praxis zur Gewohnheit, euch auf das Bild des Gipfels, auf Gott selbst, zu konzentrieren. Ihr sagt, man habe den Christen beigebracht, sich an Heilige zu wenden. Es gibt von den Heiligen einen oder mehrere für jeden Tag des Jahres und sie entsprechen allen Bedürfnissen der Menschen. Natürlich ist es gut, sich mit den Heiligen zu verbinden, aber es ist noch besser, noch viel besser, sich auf den höchsten Punkt, auf den Gipfel, zu konzentrieren. Denn von diesem Gipfel aus könnt ihr die wahren Mächte in Bewegung setzen. Dann werden Aufträge erteilt, die euch betreffen und jene, die sie ausführen, können Eingeweihte, Heilige, Propheten, Personen aus eurer Umgebung oder sogar Tiere und Vögel sein.
Die Ausführung kann tatsächlich auch durch Tiere oder sogar durch Naturgeister oder die vier Elemente geschehen. Aber zuerst müsst ihr so hoch wie möglich aufsteigen, um euch an Gott selbst zu wenden. Der Herr wird Aufträge erteilen, die über eine ganze Hierarchie von Wesen, bis hin zu euch geleitet werden.

30. August 2008

Ihr seid Bindungen eingegangen mit jemandem und dann entscheidet ihr eines Tages, dass ihr gute Gründe habt, ihn zu verlassen. Dies können verschiedene Arten von Bindungen sein, nicht nur die der Ehe. Natürlich könnt ihr immer jemanden verlassen, aber erst nachdem ihr ihm das gegeben habt, was ihr ihm schuldet, je nachdem welche Verpflichtungen ihr eingegangen seid. Sonst werdet ihr durch die kosmischen Gesetze gezwungen, ihn in dieser oder in der nächsten Inkarnation aufs Neue aufzusuchen, um eure Schuld vollends zu begleichen. Wenn ihr jemanden wirklich nie mehr wiedersehen wollt, so bezahlt ihm alle eure Schulden.
Doch dies ist ein Gesetz, das die meisten Leute nicht anerkennen wollen. Sobald ihnen jemand nicht mehr passt, brechen sie die Verbindung mit ihm ab, um sich frei zu fühlen. Oh nein, wie oft schon hat das Karma die Menschen gezwungen, ihre Eltern, ihre Frauen, ihre Ehegatten, ihre Freunde, ihre Vorgesetzten oder ihre Untergebenen in einer anderen Inkarnation erneut aufzusuchen, um ihre Verfehlungen gegen sie wiedergutzumachen!

29. August 2008

Die Wachsamkeit ist eine Eigenschaft, die man nicht genügend betont: ja, wachsam sein, die Gedanken wach halten, um die Gefahren erkennen und vermeiden zu können. Es ist ganz klar, dass, wenn einer nicht wachsam ist, wenn er nicht hinschaut oder hinschaut ohne zu sehen, irgendjemand oder irgendetwas ihn unerwartet überfallen kann.
Man sollte die Augen offen halten, damit man sich ständig klar ist über das, was geschieht. Aber versteht mich richtig. Ich spreche nicht so sehr über eure physischen Augen noch über das, was im Äußeren passiert, denn nicht außen seid ihr am meisten gefährdet. In eurem Inneren sollt ihr die Energien, die Bewusstseinszustände, die Gefühle, die Gedanken, die euch durchqueren, beobachten. Nur wenn ihr die Augen offen haltet, könnt ihr die Intelligenz eures inneren Lebens erlangen und an eurer Befreiung arbeiten.

28. August 2008

Weder das wahre Leben noch der wahre Tod sind jene des physischen Körpers. Deshalb lehren uns die Eingeweihten, dass einzig die Liebe uns das Leben bringt und den Tod besiegt. Wenn ihr lebendig sein wollt, so liebt!
Aber wann werden die Menschen verstehen, was die Liebe wirklich ist? Sie erwarten sie, sie sprechen über sie, sie sagen, dass sie das Wertvollste sei, dass sie die Liebe über alles stellen, aber die Ergebnisse dieser Liebe sind nicht großartig. Anstatt das Leben zu bringen, bringt sie den Tod, weil sie sie auf eine allzu begrenzte Art begreifen.
Man spricht von einem »Radikalmittel«, um damit auszudrücken, dass es die tiefen Ursachen einer Krankheit angeht. Nun, man kann sagen, dass auch die Liebe eine radikale Kraft ist, denn sie berührt die tiefe Natur des Menschen, um alles in ihm umzuwandeln. Die Liebe öffnet euch alle Türen, sie enthüllt euch den Sinn und die Schönheit des Universums, aber vor allem gibt sie euch die Gewissheit, unsterblich zu sein.

27. August 2008

Weil sie sich nicht zu schützen wissen, lassen die Menschen es zu, dass sich viele verschiedene physische und psychische Störungen in ihnen einnisten. Und die behandelnden Ärzte begnügen sich damit, ihnen Medikamente zu geben, weil sie über diesen Bereich auch nicht mehr Bescheid wissen als ihre Patienten. Nie sagen sie zu ihnen: »Schließen Sie Ihre Türe für die dunklen Wesenheiten, leben Sie ein reineres Leben, um nur himmlische Wesen herbeizuziehen«.
Ihr fragt: »Wesenheiten? Aber was haben die mit Krankheit zu tun?« Habt ihr die Evangelien gelesen? Als Jesus einen Kranken geheilt hatte, sagte er zu ihm: »Gehe hin und sündige nicht mehr« (Jh 5,14). Denn die Fehler, die Übertretungen ziehen schlechte Geister an, sie sind wie Köder und Nahrungsmittel für sie. Haben sich diese Wesenheiten einmal eingeschlichen, so richten sie im Menschen Schäden an, welche alle möglichen physischen und psychischen Entgleisungen hervorrufen. Das ist die Wirklichkeit, mit der sich die Ärzte befassen sollten.

26. August 2008

Die rein physischen Empfindungen stumpfen nach und nach die Sensibilität ab. Es braucht immer mehr Vergnügungen und immer stärkere Empfindungen, um etwas zu spüren und um einige Befriedigung zu empfinden. Es wird also immer schwieriger, befriedigt zu sein, weil man mit der Zeit immer unempfindlicher wird. Dies kann man in allen Bereichen feststellen. Wer im Übermaß Nahrung oder Getränke zu sich nimmt, verliert schließlich den Geschmack; wer sexuelle Erfahrungen anhäuft, wird abgestumpft und verachtet seine Partner.
Bemüht euch also, die physischen Vergnügungen ein wenig einzuschränken, sucht subtilere Empfindungen, dann werdet ihr immer empfindungsfähiger, sodass die geringste Empfindung euch größte Freude schenkt.

25. August 2008

Wenn die Menschen eines Tages ihren wahren sonnenhaften Ursprung wiederfinden, werden sie sich bewusst, dass sich durch ihren Körper, in den Händen, den Augen, dem Gehirn usw. immer die gleiche Sonnenkraft manifestiert. Selbst die Sexualkraft ist von gleicher Natur wie die Sonnenenergie. Die Kosmische Intelligenz hat den Menschen in einer göttlich schönen Art geschaffen. Ja, der vollkommene Mensch, der ideale Mensch, der Mensch wie ihn die kosmische Intelligenz in ihren Werkstätten oben gemacht hat, ist der Sonne ähnlich. Diejenigen, welche daher die Sexualkraft missbrauchen, anstatt zu verstehen, dass sie durchtränkt ist von der Heiligkeit und dem Licht der Sonne und dass sie sich ihrer deshalb bedienen können, um herrliche Dinge zu erschaffen, berauben sich der kostbarsten Schätze. Akzeptiert diese Idee, auch wenn sie euch im Moment unglaublich erscheint. Sie wird euch ermutigen, bewusster zu werden und euch zu beherrschen. Es ist schade, solche Enthüllungen zu hören, wenn sie euch nicht günstig beeinflussen. Meditiert darüber in dem Wunsch, so zu werden wie der erste Mensch, als er strahlend wie die Sonne aus den Werkstätten des Herrn hervorging.

24. August 2008

Ihr findet es normal, dass die anderen Weisheit, Güte, Ehrlichkeit an den Tag legen, und entrüstet euch, wenn sie es nicht tun. Ja, aber wie verhaltet ihr euch selbst? Das fragt ihr euch nie. Deshalb gibt es so viel Unordnung in der Welt. Alle denken gleich und erwarten, dass die anderen fehlerlos sind, während sie selbst sich verhalten dürfen wie es ihnen passt.
Überall, im Radio, im Fernsehen, in den Zeitschriften hört, seht und lest ihr, wie die Leute die anderen kritisieren und anklagen. Sie machen sogar einen Beruf daraus, während sie ihre eigenen Fehler unaufhörlich rechtfertigen. Auch im täglichen Leben hat man den anderen immer etwas vorzuwerfen, während man sich selbst als fehlerlos betrachtet. In einer Einweihungsschule wird nun aber gelehrt, dass die wirkliche Arbeit darin besteht, sich um sich selbst zu kümmern, um seine eigenen Untugenden, Mängel und Fehler, und dass man die anderen in Ruhe zu lassen hat.

23. August 2008

Was ist Frieden? Für die meisten Leute bedeutet dieses Wort, in Ruhe und beschützt vor allen Aggressionen leben zu können. In Wirklichkeit aber ist der Frieden etwas ganz anderes: Es ist die intensivste Arbeit, die in der Welt von Menschen geleistet werden kann, die begriffen haben, dass der Frieden vor allem ein innerer Zustand ist. Dieser Zustand ist das Resultat eines durch großen Kampf errungenen Sieges über alle psychischen Konflikte, die uns aus dem Gleichgewicht bringen.
Um den Frieden in uns zu errichten, müssen wir jeden Tag die Verbindung herstellen zwischen unserem Bewusstsein und den spirituellen Zentren, die sich in unserem Gehirn und in unserem Solarplexus befinden. Wenn uns dies gelungen ist, können uns weder Sorgen noch Ängste wirklich etwas anhaben. Aber wir müssen uns fest mit einem unveränderlichen Punkt in unserem Inneren verbinden, sonst kann uns von außen nichts und niemand den Frieden bringen.

22. August 2008

Was wir Prüfungen nennen, ist nichts anderes als eine Reihe von Aufgaben, die wir im Laufe unseres Lebens zu lösen haben, genauso wie die Schüler in der Schule und die Studenten an der Universität. Je größere Fortschritte diese machen, umso schwierigere Übungen gibt man ihnen. Natürlich kommt immer der Moment, wo sie die Schule oder die Universität verlassen, aber niemand verlässt je die Schule des Lebens.
Die Übungen und Anstrengungen, welche die Menschen im Laufe ihrer Existenz machen müssen, nehmen also kein Ende. Anstatt sich zu beklagen und sich aufzulehnen, weil sie wieder eine Bürde zu tragen oder ein Hindernis zu überwinden haben, sollten sie zuerst die Ursache und den Sinn dieser Prüfungen verstehen. Und dann sollten sie sich auch freuen, dass sie neue Erfahrungen wagen und neue Wahrheiten entdecken können, denn diese Erfahrungen und Wahrheiten sind der einzig wahre Reichtum.