Unsere Haut ist nicht nur die Hülle unseres Körpers, sie besitzt auch echte Radarsender und -antennen, dank denen wir feinstoffliches Fluidum aufnehmen und abgeben. Deswegen agieren die Magier und Hexen oft nackt. Einige sprechen ihre Beschwörungen nackt aus, um die Einflüsse unsichtbarer Geister aufzunehmen, und sie senden selbst Kräfte aus, die auf Wesen und Dinge einwirken.
Es gibt auch Substanzen, die in die Haut eingerieben, machtvolle Wirkungen auf das Nervensystem zeigen und das Heraustreten aus dem Körper bewirken. So haben viele »Hexen«, die behaupteten, am Sabbat teilgenommen zu haben, sich in Wirklichkeit nur den Körper mit diesen Substanzen eingerieben. Diese Frauen sind tatsächlich zum Sabbat gereist, aber nicht mit ihrem physischen Körper, sondern mit ihrem Astralkörper.
Ihr müsst diese Phänomene kennen, nicht um euch in gefahrvolle Experimente zu stürzen, sondern damit der Wunsch in euch erwacht, zu lernen, wie ihr über eure Haut mit den lichtvollen Kräften der Natur kommuniziert und euch dadurch verbessert.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
Archive for August, 2007
In den vergangenen Jahrhunderten beruhte die Ehre von Männern und Frauen vor allem auf sozialen, also äußeren Werten. Ein Wort, eine unglückliche Geste verpflichtete die Adligen sofort, sich im Duell zu messen. Sicherlich zwang diese Sichtweise, dieser Brauch die Männer dazu, ihren Mut unter Beweis zu stellen. Vom moralischen und spirituellen Gesichtspunkt aus betrachtet, ist diese Auffassung von Ehre jedoch erbärmlich, denn sie entwickelt den inneren Adel und den Mut nicht wirklich, sondern dient hauptsächlich dazu, das soziale Ansehen zu retten, was in Wirklichkeit sehr wenig ist.
Wahrer Adel besteht darin, intelligentere Lösungen zu finden, indem man eine Versöhnung anstrebt. Aber das verlangt zuallererst eine innere Arbeit: Wer angegriffen wird, muss verstehen, dass keine Boshaftigkeit oder Anschuldigung ihn in den Augen Gottes herabsetzen kann. Wenn er unschuldig ist, werden weder Anschuldigungen noch Verleumdungen irgendetwas daran ändern, was er für die Engel oder für Gott selbst darstellt.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
Die Musiker eines Orchesters haben alle ihre Partitur und konzentrieren sich auf sie, sie brauchen die Partituren der anderen Musiker nicht vor Augen zu haben. Aber vor dem Orchester steht der Dirigent, der alle Partituren kennt und der darauf achtet, dass jeder sich zu seiner Zeit Gehör verschafft, den Takt und die Abstufungen der Lautstärke einhält usw. Sonst gäbe es eine schreckliche Kakophonie, egal wie schön jede einzelne individuell gespielte Melodie auch sei.
Nun, was geschieht im Leben? Man trifft überall Leute, die in ihrem Beruf fähig sind – sagen wir, sie spielen ihre Partitur gut – aber sie haben keine Gesamtschau. Natürlich ist es schon sehr gut, dass sie auf ihrem Gebiet etwas können, aber solange sie sich auf die Standpunkte beschränken, die ihnen ihre individuelle Position eingibt, können sie keine guten Entscheidungen für die Gemeinschaft treffen. Jeder muss also das Bewusstsein des Dirigenten erreichen, das heißt, sich bis zu dem Punkt erheben, an dem er eine gute Sicht über das Ganze hat, um unter allen Bedingungen korrekt zu handeln.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
Die großen Unterschiede in der Situation, die man bei den Menschen feststellen kann, kommen daher, dass sie sich nicht in den gleichen Entwicklungsbedingungen befinden. Manche sind nur auf die Erde gekommen, um rein materielle Probleme zu lösen. Sie müssen kämpfen, um sich zu ernähren, sich zu kleiden, eine Wohnung und Geld zu haben. Andere stehen materiell sehr gut, haben aber Schwierigkeiten auf der Gefühlsebene: Sie erleben in sich Eifersucht, Misstrauen, verdorbene Neigungen und müssen sich in diesen Bereichen abmühen. Wieder andere haben Schwierigkeiten auf der Mentalebene: Es fehlt ihnen an Unterscheidungsvermögen, an Klarheit und sie müssen lernen, ihre Richtung zu finden.
Jeder muss sich also in einem besonderen Bereich vervollkommnen. Es kommt auch vor, dass einige auf allen Ebenen gleichzeitig arbeiten müssen. Das ist der Fall bei Menschen, die sich auf der Evolutionsleiter noch sehr weit unten befinden oder im Gegenteil bei solchen, die sehr entwickelt und begabt sind.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
Die Sonne ist für uns die beste Repräsentation Gottes. Damit ihr jedoch diese Wahrheit begreifen könnt, müsst ihr eine große innere Arbeit mit ihrem Bild verwirklichen. Denn solange ihr nicht fühlt, dass die Sonne in euch vibriert, pulsiert und strahlt, könnt ihr sie jahrelang anschauen – sie bleibt euch fremd, sie spricht nicht zu euch und es nützt nicht einmal etwas, sie jeden Morgen beim Sonnenaufgang zu begrüßen. Ihr werdet ein bisschen aufgewärmt, ein bisschen belebt, ihr empfangt ein paar Kalorien, einige »Vitamine« und das ist alles.
Ihr müsst euch bemühen, mit Hilfe der physischen Sonne, diese innere Sonne zu finden, die das Zeichen dafür ist, dass das Göttliche in euch wohnt. Auf diese Weise werdet ihr eines Tages überhaupt keinen Vermittler mehr zwischen euch und Gott brauchen, nicht einmal mehr die Sonne, ihr werdet Ihn in eurer inneren Sonne finden.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
Können die Christen wirklich ein gutes Verständnis des spirituellen Lebens haben, wenn sie glauben, dass sie durch das Brot und den Wein in der Kommunion die Göttlichkeit berühren? Die Göttlichkeit lässt sich nicht in materielle Nahrungsmittel einsperren, um dann an einem bestimmten Punkt einer religiösen Handlung einverleibt zu werden. Gleichzeitig begrenzt man auch den Sinn der Kommunion, wenn man behauptet, dass man sie nur in diesem Moment feiern kann. Man muss künftig dieser Handlung einen weiteren, umfassenderen Sinn geben.
Die Kommunion ist die Bedingung für das Leben selbst. Wir können nämlich jeden Tag, bei jeder Mahlzeit mit der Nahrung Kommunion halten. Alle Elemente, die wir aufnehmen, sind vom Leben des Schöpfers durchdrungen, auch wenn sie materiell sind, und wir können durch eine Arbeit mit den Gedanken und mit dem Bewusstsein lernen, aus ihr die feinstofflichsten Elemente aufzunehmen, um auch unsere Seele und unseren Geist zu nähren. Das ist die wahre Kommunion.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
Der Verstand und das Herz haben Fähigkeiten, die sich ergänzen. Der Verstand besitzt das Licht und kann daher beobachten, studieren, warnen. Das Herz dagegen hat die Wärme und gibt den Elan, um zu handeln und die Dinge vorwärts zu bringen.
Eine schematische Vorstellung dieser komplementären Funktionen von Verstand und Herz kann euch das Bild eines Schiffes geben. Oben auf der Brücke steht der Kapitän. Er sieht, gibt die Richtung an und erteilt Befehle. Unten in den Frachträumen befinden sich die Mechaniker. Sie sehen nichts, aber sie kümmern sich um den Antrieb. Wenn sie nicht gehorchen wollen, kommt das Boot nicht voran. Damit das Boot sicher und auf richtigem Kurs vorankommt, müssen sich alle zusammentun: der Kapitän und die Mechaniker. Genauso ist es mit der Natur und Rolle von Verstand und Herz. Der Verstand ist für die Sicht und das Herz für den Antrieb besser geeignet.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
Einige Menschen lassen sich infolge einer Enttäuschung, eines Kummers oder eines Misserfolgs immer mehr überwältigen bis sie wirklich krank werden. Wenn sie sofort reagiert hätten, hätte es nicht so weit kommen müssen. Aber die meisten Leute reagieren nicht. Sie warten ab und sagen: »Das vergeht von alleine wieder«. Es ist wahr, dass das Leben meistens von selbst wieder die Oberhand gewinnt, aber in bestimmten schwierigeren Situationen und wenn man nicht wachsam ist, kommen die Dinge nicht in Ordnung.
Ihr müsst euch also bewusst werden über die Gedanken, Gefühle und Empfindungen, die durch euch hindurchgehen und nicht zulassen, dass sich negative Zustände in euch einnisten. Reagiert, sobald ihr ein inneres Unbehagen spürt. Oft genügt eine kleine Geste: Blumen gießen, jemandem zulächeln, ihm ein gutes Wort sagen, ihm etwas bringen, was er braucht oder was ihm Freude macht. Die Bedingung ist aber, dass diese Geste bewusst geschieht, mit dem Willen, eurem inneren Zustand eine andere Richtung zu geben.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
Die Christen machen Wallfahrten in das Heilige Land zu den Orten, wo Jesus geboren ist, predigte und Wunder bewirkte. Aber selbst wenn noch einige Steine übrig sind, der Geist Jesu ist nicht mehr da. Zu viele Personen sind seit Jahrhunderten dort vorbeigekommen, mit Gefühlen und Gedanken, die weder aufgeklärt noch rein waren. Ihr werdet sagen, dass die Christen seit dem Mittelalter dafür sorgten, heilige Orte zu schützen. Ja, indem sie die »Ungläubigen« bekämpften, massakrierten und plünderten. Das sind wahrlich merkwürdige Methoden, um die Spuren Jesu zu bewahren!
Wenn man die Spuren bewahren will, die spirituelle Menschen hinterlassen haben, muss man die Orte, an denen sie sich befinden, respektieren. Und es genügt nicht, äußerlich eine bestimmte Haltung zu wahren, also nicht zu schreien, zu lachen oder herumzualbern… Die innere Haltung, die Gedanken, die Gefühle sind auch wichtig, denn vor allem sie hinterlassen Spuren. Zu viele Menschen, die auf dieser Erde von Palästina herumgetrampelt sind, waren nicht von christlichen Tugenden inspiriert und der Geist Jesu hat diese Orte verlassen.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
Es ist interessant festzustellen, welche Reaktionen die Worte »geben« und »nehmen« bei den Menschen hervorrufen. Es gibt eine Geschichte von »einem geizigen Greis, der in einen Brunnen gefallen war. Ein Nachbar, der seine Schreie hörte, kam herbei und rief: »Mein armer Alter, wie hast du es angestellt in diesen Brunnen zu fallen? Gib mir deine Hand, damit ich dich herausziehe!« Da aber das Wort »geben« das Wort war, das im Ohr des alten Geizhalses am unangenehmsten tönte, rührte er sich nicht. Der Nachbar kannte ihn gut und verstand: »Du willst mir nicht deine Hand geben? Gut, nimm meine.« Der Geizige ergriff sie sofort. Die Geste, die er machen musste, war die gleiche, aber das Wort »nehmen« war viel angenehmer zu hören!
Dieser Geizige, der in einen Brunnen gefallen ist, ist das Sinnbild für die ganze Menschheit, die nur das Wort nehmen versteht! Ihr werdet sagen, dass man sehr wohl nehmen muss, um sich zu ernähren. Ja, Geben und Nehmen sind im Leben unerlässlich. Man muss jedoch wissen, wo, von wem, wie und wie viel man nimmt genauso wie man wissen muss, wo, wem, wie und wie viel man gibt.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
