Archive for November, 2006

30. November 2006

Durch ihre Unwissenheit und engstirnige Auffassung verweigern bestimmte Mystiker, Eremiten oder Asketen jeglichen Austausch mit dem weiblichen Prinzip und zerstören auf diese Weise ihr Gleichgewicht. Sie vertrocknen und werden zu wandelnden Leichen. Nun, das ist nicht Spiritualität! Ihr fragt: »Aber viele große Meister und Eingeweihte blieben unverheiratet, ähnelten sie denn diesen Fanatikern?« Nein, die großen Meister und Eingeweihten haben eine sehr weite Auffassung, sie verstehen die Schöpfung Gottes und wenn sie ein Leben des Verzichts und der Keuschheit wählen, so deshalb, weil sie auf den feinstofflichen Ebenen so reichen und wunderbaren Austausch mit dem weiblichen Prinzip, mit der Göttlichen Mutter führen, dass sie es nicht nötig haben, zu tief auf die physische Ebene herabzusteigen, um sich zu begrenzen und zu überlasten. Sie nähren sich, sie trinken an Quellen und in Regionen, die den meisten Menschen unbekannt sind, dort wo jeder Austausch mit größtem Licht und in höchster Reinheit stattfindet. Die Engel besuchen sie, die Erzengel kommen zu ihnen, sie schwimmen in der göttlichen Liebe.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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29. November 2006

Eine große Zahl der Schwierigkeiten und Niederlagen, denen die Menschen begegnen, kommt daher, dass sie innerlich gespalten sind. Das Herz, der Verstand, der Wille, der Magen und die Geschlechtsorgane, jeder zieht in seine Richtung und dann verstreuen sich die Kräfte. Eine Geschichte erzählt wie der Adler, der Fisch, der Mauwurf und die Krabbe sich versammelt hatten, um eine Last zu transportieren. Der Maulwurf versuchte, sie unter die Erde zu ziehen, der Fisch zog in Richtung Fluss, der Adler zum Himmel und die Krabbe rückwärts… ihr könnt euch vorstellen, wie gut diese Last transportiert wurde! Das ist genau das, was sich die meiste Zeit im Menschen abspielt, denn nichts ist für ihn schwieriger als seine unterschiedlichen Neigungen zu vereinen, um sie in die gleiche Richtung wirksam werden zu lassen. Es kann manchmal vorkommen, dass es ihm gelingt, aber so selten! Dabei verleiht uns gerade diese Vereinigung aller Fähigkeiten nicht nur Erfolg, sondern auch Gleichgewicht, Macht und wahren Frieden.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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28. November 2006

Wie es scheint, wenden sich immer mehr Leute an Hellseher, Medien und Magier, um ihre Gesundheits-, Liebes- oder Arbeitsprobleme zu lösen oder für eine Austreibung, um von einem Zauber freizukommen. Sie selbst tun nichts, um sich zu stärken und sich aus der Situation herauszubringen, das müssen immer andere an ihrer Stelle tun. Aber angenommen es gelingt jemandem, ihnen ihre Lasten abzunehmen, so würden sie sich doch schnell aufs Neue erdrücken lassen, weil sie schwach sind. Solange sie nur daran denken, jemanden zu suchen der sie heilen, trösten und beruhigen muss, bleiben die Menschen unwissend, schwach und verletzlich.
Selbst wenn der größte Meister euch heilt und beschützt, ist das nur für kurze Zeit, weil in Wirklichkeit alles von euch abhängt. Ihr müsst lernen, euch des Lichts und der Schlüssel, die er euch gibt, zu bedienen, denn dann tretet ihr selbst, tritt eure Seele und euer Geist in Aktion und nur dann sind die Resultate endgültig.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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27. November 2006

Die Funktionen von Gehirn und Herz werden als edel bezeichnet, während zum Beispiel jene des Bauches viel trivialer erscheinen. Dabei werden ja gerade in diesem Bereich des Körpers neue Wesen gezeugt und geformt. Nicht nur die Mutter trägt hier ihr Kind, sondern auch das Kind schöpft hier durch die Verbindung mit der Nabelschnur Kräfte und ernährt sich. Die Russen nennen diesen Bauchbereich »jivot« und auf Bulgarisch heißt »jivot« »Leben«. Ja, in dieser Region hat das Leben seine Quelle und von dort verbreitet es sich und verteilt sich in den anderen Organen des Körpers. Selbst das Gehirn ist von diesem Zentrum abhängig und empfängt von ihm das Leben. Es ist genau wie bei einem Baum: Die wichtigste Region des Baumes sind seine Wurzeln, die schwarz und verkrümmt unter der Erde verborgen liegen. Auch unsere Wurzeln sind dunkel und verkrümmt, aber wenn wir sie zu erforschen wissen, entdecken wir eine an Materialien und Energien außerordentlich reiche Welt.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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26. November 2006

Woran können wir erkennen, ob wir wirklich an Gott glauben und ob wir Ihn lieben? Ganz einfach daran, dass wir dankbar sind und dass wir daran denken, Ihm zu danken. Die Menschen tun im Allgemeinen gerade das Gegenteil. Sie behaupten, an Gott zu glauben und sie bilden sich ein, Ihn zu lieben, aber dieser Glaube und diese Liebe zeigt sich meistens nur durch Forderungen. Gott soll über sie wachen, sie beschützen, ihnen alles geben, was sie sich wünschen und wehe, wenn Er es nicht tut, dann glauben sie nicht mehr an Ihn und lieben Ihn nicht mehr! Ja, für viele Gläubige besteht der Glaube und die Liebe in Forderungen und Vorwürfen. Das ist der Grund, warum ihr Glaube wankt und ihre Liebe so veränderlich ist.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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25. November 2006

Ein geistiger Meister lehrt seine Schüler, vor allem anderen, die Wissenschaft des Lebens. Aber die Schüler, die keine Ahnung von dem Wert des Lebens haben, denken: »Was soll denn das für eine Wissenschaft sein, wie man leben soll? Wo liegt der Nutzen? Interessant wäre doch, die Zukunft voraussagen zu können, einen Talisman herzustellen, dank dem man sich schützen kann, die früheren Inkarnationen wiederfinden…« Und sie verschwenden ihre Zeit mit der Lektüre von Büchern über Okkultismus und mit dem Aufsuchen von Personen, die ihnen angebliche Enthüllungen machen. Währenddessen vernachlässigen sie ihr Leben, bis zu dem Tag, an dem sie geschwächt und enttäuscht (weil sie nichts von dem Erhofften gefunden haben) anfangen zu begreifen, dass sie am Wesentlichen vorbeigegangen sind. Ja, denn nichts kann dem Leben gleichkommen oder es übertreffen, nichts, weder die Wissenschaft, noch die Philosophie, weder die Macht noch das Geld. Ihr müsst also euer Leben schützen, es reinigen, es erleuchten, denn dank ihm werdet ihr die wahre Erkenntnis, die wahre Hellsichtigkeit, den wahren Reichtum und die wahre Stärke erlangen.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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24. November 2006

Warum ist unter den vier Elementen das Wasser ganz besonders mit der Hellsichtigkeit verbunden? Es heißt in der Schöpfungsgeschichte, dass Gott am zweiten Schöpfungstag die Wasser oben von den Wassern unten trennte. Die Wasser oben repräsentieren die kosmische Bibliothek, in der die Archive des Universums aufbewahrt werden. Diese Bibliothek, die in der esoterischen Tradition »Akasha Chronik« genannt wird, trägt die von allen Geschöpfen, seit den Uranfängen der Welt hinterlassenen Spuren, sowie alle abgelaufenen Ereignisse. Deshalb arbeiten viele Hellseher mit dem Wasser: Sie konzentrieren sich über einer Schale mit Wasser und »sehen«. Nicht dass sie in dem Wasser wirklich etwas erblicken würden, aber dank ihm verbinden sie sich mit den Wassern oben, wo die Bilder dessen, was sie erkennen wollen, schweben und es gelingt ihnen so, sie einzufangen.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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23. November 2006

Genauso wie wir einen physischen Magen haben, haben wir auch einen psychischen Magen und genauso wie es bei den Nahrungsmitteln Schalen, Rinden, Gräten usw. zu entfernen gibt, bevor man sie in den Mund steckt, muss man auch im Bereich der Gedanken und Gefühle bestimmte unsaubere und schädliche Elemente entfernen.
Wer diese Frage der Ernährung im psychischen Bereich nicht studieren will, bereitet sich große Prüfungen. Denn die Gedanken und Gefühle sind Stoffe, aus denen der Mensch seine verschiedenen feinstofflichen Körper formt und wenn er sich eine Bruchbude baut, wird er, symbolisch gesprochen, nicht von einem Prinzen oder einem Hohepriester besucht werden, sondern von Landstreichern. Er selbst erbaut seinen Äther-, Astral- und Mentalkörper und sein Schicksal ist vorgezeichnet, je nach der Qualität dieser Körper.
Deshalb müsst ihr lernen, bei euren Gedanken und Gefühlen eine Auswahl zu treffen, um in euch nur die reinsten und selbstlosesten Bewusstseinszustände zu nähren.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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22. November 2006

Jeder Planet des Sonnensystems repräsentiert bestimmte Eigenschaften und diese Eigenschaften werden verstärkt oder geschwächt, je nach dem Tierkreiszeichen, das er durchläuft. Wenn Mars zum Beispiel im Widder steht, wird er stark und mächtig, weil der Widder ihm all seine Energien zur Verfügung stellt. Mars und Widder haben Sympathien füreinander, sie verstehen sich und schöpfen jeder aus dem anderen Kraft. Aber wenn Mars in anderen Zeichen, wie Krebs oder Waage steht, dann schwächt ihn das, weil diese Zeichen seiner Natur fremd sind. In gleicher Weise sind unsere inneren Planeten, das heißt, unsere Gedanken und Gefühle mehr oder weniger beflügelt oder geschwächt, je nach den Organen, den Zentren, durch die sie sich manifestieren. Wenn ihr eure Liebe im Kopf platziert, wird sie dort nicht so wirksam sein, wie wenn ihr sie ins Herz gelegt hättet. Und wenn ihr die Weisheit anderswo ansiedelt als im Gehirn, dann ist sie nicht sehr effektiv. Nur da wo die Tugenden und die Organe sich verstehen, empfangen sie voneinander viel Energie.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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21. November 2006

Könnt ihr warten? Ja, warten, um segensreiche Elemente aus den paar Momenten zu schöpfen, die der Ankunft eines glücklichen Ereignisses vorausgehen? Ihr erwartet einen Brief von jemandem, den ihr liebt. Endlich ist er da, welche Freude! Aber da ihr ungeduldig seid, beeilt ihr euch, ihn zu öffnen und schon ist eure Freude verflogen. Denn was enthielt dieser Brief? Oft nur eine Kleinigkeit. Doch die Erwartung war wunderbar! Ja, wenn ihr ein wenig wartet und dabei versucht, zu erraten, was der Brief enthält, dann kostet ihr dabei einzigartige Augenblicke und ihr könnt sie verlängern, soviel ihr wollt. Aber man ist schwach, die Versuchung ist da, man weiß ihr nicht zu widerstehen und zerstört seine Freude.
Der Brief ist hier nur ein Beispiel, um euch verständlich zu machen, dass ihr euch darin üben solltet, eure Freuden zu verlängern. Ihr arbeitet, um etwas zu erreichen, auch hier könnt ihr euch schon alleine an dem freuen, was ihr im Voraus, in euren Gedanken, in eurem Herzen und in eurer Seele erlebt. Wenn die Projekte einmal realisiert sind, ist man oft enttäuscht, weil man viel mehr erwartet hatte.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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