Archive for Oktober, 2006

31. Oktober 2006

Unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Handlungen gehören uns und betreffen zuerst uns. Aber diese Gedanken, diese Gefühle und diese Handlungen haben Auswirkungen auf die Steine, die Pflanzen, die Tiere, auf alle Wesen der unsichtbaren und sichtbaren Welten, auf alle Hierarchien bis hin zu Gott. Je nach ihrer guten oder schlechten Qualität werden diese Gedanken, diese Gefühle, diese Handlungen die Blätter, die Blüten, die Früchte oder die Wurzeln des großen Lebensbaumes berühren. Die Wirkungen, die wir davon spüren, sind je nach Fall natürlich unterschiedlich, aber jede unserer Ausdrucksweisen, unserer Manifestationen hat eine Verbindung zu einem Reich der Natur. Nun, gerade diese Verbindung, diese Entsprechungen zwischen unseren Gedanken, Gefühlen und Handlungen und den verschiedenen Regionen des Universums müssen wir studieren und uns bemühen, immer mehr mit den Früchten des Lebensbaums zu kommunizieren.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

30. Oktober 2006

Unser physischer Körper besteht aus Materie und da die Materie dem Gesetz der Zeit untersteht, nutzt sie sich ab, verwittert, löst sich auf. Wir nennen es altern und die Falten, die weißen Haare, der Rheumatismus usw. sind die offensichtlichen Zeichen des Alterungsprozesses, was natürlich keine angenehme Feststellung ist. Wir sind jedoch nicht nur ein physischer Körper und wenngleich sein Alterungsprozess zur natürlichen Ordnung der Dinge gehört, zwingt uns doch nichts, auch innerlich mit ihm zu altern. Man muss sich also nicht so sehr beunruhigen!
Die Menschen, die jeden Tag vor dem Spiegel die Zeichen des Alters so sehr bedauern, sind im Allgemeinen innerlich bereits gealtert. Statt sich darum zu kümmern, das zu erhalten, was in ihnen warm und lebendig ist, nämlich ihr Herz, identifizieren sie sich mit ihrem Körper, sie identifizieren sich mit der Materie. Aber ihr Herz und nicht ihr Körper entscheidet, ob sie jung oder alt sind. Und ihr Herz altert dann, wenn sie es ihm erlauben. Um nicht zu altern, muss man sich seine Liebe für die Wesen und Dinge erhalten, niemals sein Interesse, seine Neugier verlieren für das Leben, das so reich und im Überfluss um uns vorhanden ist.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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29. Oktober 2006

Ihr könnt niemals lange den Eifer eurer Seele verhindern. Wenn es euch gelingt, sie für einen Augenblick festzuhalten, zerbricht sie ihre Ketten, um ihren Weg wieder zurück zu den Höhen zu gehen. Ihr wollt ihr dorthin nicht folgen? Dann werdet ihr eine Leere, ein Unbehagen fühlen. Sie ist es, die diese Leere, dieses Unbehagen in euch hervorruft, damit ihr nicht endgültig in die Lähmung und den spirituellen Tod abgleitet.
Bemüht euch deshalb, den Regungen eurer Seele zu folgen, um mit ihr die Grenzen der materiellen Welt zu überschreiten und um in jene erhabenen Regionen zu gelangen, von denen alle Inspirationen kommen: die der Musik, der Poesie, der Malerei, des Tanzes… Manche nennen diese Regionen die Welt der Träume. Egal wie man sie nennt, wer träumt, ist inspiriert und kostet von göttlichem Wasser.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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28. Oktober 2006

Der Schöpfungsgeschichte nach hat die Erschaffung der Welt begonnen, als Gott die Worte sprach: »Es werde Licht!« Und wenn man sie vergleicht mit den ersten Worten des Johannesevangeliums: »Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Alles, was geschaffen wurde, wurde durch es geschaffen«, versteht man den Zusammenhang, der zwischen dem Licht und dem Schöpferwort besteht. Das Licht ist die Substanz, welche das göttliche Wort erscheinen ließ, damit es die Materie der Schöpfung werde. Die Eingeweihten sehen in der physischen Welt, so wie wir sie kennen, nur eine Verdichtung des Urlichts: Gott, das aktive Prinzip, hat das Licht ausgestrahlt und an diesem Licht, das bereits eine Materie war, hat Er gearbeitet, um das Universum zu erschaffen. Aber auch die Wissenschaft wird eines Tages dahin gelangen, zu entdecken, dass das Licht die Ursubstanz ist, aus der das Universum geschaffen wurde.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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27. Oktober 2006

Der Mensch definiert sich durch die Tatsache, dass er ein Bewusstsein besitzt. Aber dieses Bewusstsein tritt nur dann wirklich in Erscheinung, wenn in ihm das Empfinden für Begriffe wie Gemeinschaft und Universalität erwacht ist. Diese Fähigkeit gestattet ihm, sich in die Seele und das Herz der anderen so einzufühlen, dass er selbst den Schmerz spürt, den er ihnen zufügt. Er versteht, dass alles Gute und Schlechte, das er anderen antut, er sich selbst antut.
Oberflächlich gesehen, ist jedes Wesen natürlich vom anderen isoliert, getrennt. Aber in Wirklichkeit ist ein Teil von ihm mit der Gemeinschaft verbunden und lebt in allen Geschöpfen, im ganzen Kosmos. Wenn dieses kollektive Bewusstsein in euch, in euren Beziehungen zu den anderen, erwacht ist, werdet ihr spüren, dass eure Gedanken, eure Gefühle, eure Handlungen, alles, wie ein Echo auf euch zurückkommt, weil euer Wesen, das sich im ganzen Universum ausbreitet, eine kollektive Wesenheit geworden ist. Und das ist die wahre Brüderlichkeit.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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26. Oktober 2006

Es gibt eine Analogie zwischen den Wohnungen der Menschen und ihrer psychischen Struktur. Nehmt beispielsweise ein Zimmer in unseren Häusern: Es besteht aus einer Decke (an der man die Lampen befestigt), aus Wänden (mit den Türen und Fenstern) und einem Fußboden. Nun, Decke, Wände und Fußboden entsprechen den drei Bereichen von Gedanke, Gefühl und Handlung. Das Licht des Gedankens, das heißt der Weisheit, der Intelligenz, der Erkenntnis kommt von oben, von der Decke. Das Gefühl entspricht den Wänden mit den Türen und Fenstern, die eine Kommunikation mit der Außenwelt gestatten und an denen man Vorhänge, Bilder und Spiegel aufhängt. Schließlich entspricht die Handlung dem Boden, auf dem man sich bewegt, um zu arbeiten. Die Fenster mit ihren Scheiben stellen die Augen dar. Deswegen muss man die Scheiben oft putzen, damit alles klar ist. Da habt ihr eine Seite aus dem Buch der lebendigen Natur und dieses Buch ist so unerschöpflich, dass man es niemals zu Ende studieren kann.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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25. Oktober 2006

Das Leben, das wir um uns herum in Erscheinung treten sehen, zeigt sich so offensichtlich, dass wir der Meinung sind, zu wissen, was es ist. Doch wie kann das Leben definiert werden? Geschöpfe sind für uns lebendig, wenn sie zum Austausch mit der sie umgebenden Welt fähig sind. Sie schöpfen aus ihr die für sie notwendigen Elemente. Meistens tun sie es unbewusst. Dass die Steine, die Pflanzen und die Tiere nicht dieses Bewusstsein haben, ist normal. Aber die Menschen? Wie viele sind sich klar bewusst darüber, wenn sie essen, trinken, atmen oder ein Sonnenbad nehmen, was ihnen die Nahrung, die Luft, die Wärme und das Licht bringen? Gerade dieses Bewusstsein muss sich der Schüler aneignen. Nur unter dieser Bedingung kann der Austausch voll und ganz stattfinden und er wird wirklich wissen, was das Leben ist.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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24. Oktober 2006

Um den negativen Zuständen zu entkommen, in die euch die Schwierigkeiten und Konflikte des täglichen Lebens tauchen, müsst ihr lernen, euch mit den Kräften und spirituellen Wesenheiten zu harmonisieren, die den unendlichen Raum bevölkern, denn auf diese Weise werdet ihr den Segen erhalten, den das vollkommene Leben bringt: das Licht, die Freude, den Frieden, die Liebe. Wenn ihr es verstehen werdet, im Einklang mit dem Universum zu schwingen, werden Wellen einer solchen Intensität von euch ausgehen, dass ihr in eurem Kielwasser alle Kreaturen nachzieht, die diese Harmonie ebenso ersehnen wie ihr. Ihr werdet zu einer wohltuenden Kraft, die alle Geschenke des Himmels überbringt. Nur ein harmonisches Leben wird euch die Macht geben, das Gute zu tun, die Wesen zu erleuchten und ihr solltet sofort mit dieser Arbeit beginnen.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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23. Oktober 2006

Im Gegensatz zu den anderen Musikinstrumenten sind die Stimmbänder kein Instrument außerhalb von uns. Alles, was wir erleben, alle Gefühle und Gedanken, die wir in unserem Herzen und in unserem Kopf nähren, haben eine Rückwirkung auf unsere Stimme. Deswegen hat die menschliche Stimme noch nicht all ihren Reichtum hervorgebracht und noch nicht all ihre Macht offenbart. Die Frage der Stimme betrifft nicht nur die Sänger, denn die gesprochenen Worte üben genauso einen Einfluss auf die Zuhörer aus, wie die gesungenen Worte. Die Stimme ist ein Ausdruck dessen, was wir sind (wie viele Personen kann man allein durch ihre Stimme erkennen!) und da sie unser wichtigstes Mittel für die Kommunikation mit den anderen ist, müssen wir wissen, dass wir aus ihr durch unsere Lebensart auch ein Instrument des Lichts und des Friedens machen können.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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21. Oktober 2006

Durch den Intellekt können wir die physische Welt und ein bisschen über die psychische Welt erfahren, aber mehr nicht. Der Intellekt ist letztendlich eine sehr reduzierte Fähigkeit, die uns nicht erlaubt, die ganze Wahrheit zu kennen. Nehmt beispielsweise eine Rose: Die Wahrheit der Rose ist nicht nur ihre Form, ihre Farbe, ihr Duft, sondern eine Ausstrahlung, ein Leben, eine Seele, die man mit dem Intellekt nicht erfassen kann. Um sie zu erkennen, muss man die Gesamtheit der Faktoren entdecken, die aus ihr eine Rose machen, das heißt, man muss ihre Quintessenz erfassen.
Genauso ist es mit dem Menschen: Die Wahrheit über ihn umfasst alles, was ihn betrifft, nicht nur seinen physischen Körper, sondern auch seine Gedanken, seine Gefühle, seine Wünsche, seine höchsten Ziele. Solange ihr sie nicht kennt, wisst ihr nicht die Wahrheit über ihn. Ihr kennt die Erscheinung, aber nicht die Wahrheit. Die Wahrheit ist eine Synthese, die nur über den Geist erkannt werden kann.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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