Archive for Juni, 2006

30. Juni 2006

Eine Frucht, die ihr einen Augenblick in eurer Hand haltet, empfängt eure Wärme und erwärmt sich. Warum also sollte eure Liebe sie nicht auch beeinflussen können? Wenn ihr eine Frucht mit Liebe haltet, wird nicht nur ihre Temperatur leicht ansteigen, sondern sie wird auch in ihrer Aura die Wärme eures Herzens empfangen. Auf diese Weise passt ihr die Frucht an eure innere Temperatur an und sie ist euch gut gesinnt.
Denkt daran, bevor ihr eine Frucht esst, haltet sie einen Augenblick in euren Händen und bittet sie, sich für euch zu öffnen. So werdet ihr ihre ätherische Materie umwandeln und sie wird euch viel mehr geben als nur physische Energie: Sie wird euch teilhaben lassen an ihrem Leben und an dem Leben der ganzen Natur, die an ihrem Zustandekommen gearbeitet hat.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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29. Juni 2006

Ein Meister, den seine Schüler um Rat fragen, gibt nicht allen die gleichen Antworten, weil er die Natur der Personen und ihre Situation berücksichtigt. Nehmen wir als einfaches Beispiel die Gesundheit. Wenn ihr gesund seid, wird euch der Meister sagen, dass es ausreicht ein reines, intelligentes, vernünftiges Leben zu führen. Wenn ihr jedoch krank seid, kann er euch natürlich auch sagen, dass die Art zu leben wichtig ist, aber auch, dass ihr zum Arzt gehen sollt, dass ihr akzeptieren sollt Medikamente zu nehmen oder euch sogar operieren zu lassen. Und zur Frage der Heirat wird er den Unverheirateten sagen: »Bewahrt eure Freiheit so gut wie möglich, passt auf, denkt nach, bindet euch nicht voreilig«. Aber wenn verheiratete Männer oder Frauen sich bei ihm beklagen, dass sie sich gefesselt und unterdrückt fühlen, wird er antworten, dass sie jetzt, wo sie Verpflichtungen eingegangen sind, ihr Möglichstes tun müssen, um sie einzuhalten. Ein Meister, der sich seiner Verantwortung bewusst ist, wird die Ratschläge entsprechend der Mentalität, den Bedürfnissen und der gegenwärtigen Situation seiner Schüler erteilen.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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28. Juni 2006

Es ist sehr unangenehm, Ziel böswilliger und ungerechter Kritik zu sein, aber da man ihr nicht entgehen kann, soll man zumindest versuchen etwas dabei zu gewinnen, indem man sie zu nützen lernt. Wenn ihr also zu Unrecht kritisiert werdet, denkt, dass euch dies die besten Bedingungen gibt, um euch zu stärken. Ihr selbst werdet eines Tages den Sieg davontragen und jene, die euch angegriffen haben, werden beschämt sein. Denn solange sie damit beschäftigt waren, gegen euch zu intrigieren, haben sie sich nicht verbessert, und nicht nur das, sie haben sich geschwächt, während ihr stärker geworden seid.
Wenn man geschützt ist und Ruhe hat, strengt man sich nicht an und daher ist diese Ruhe kein wünschenswerter Zustand. Wenn ihr zu diesem Grad von Verständnis gelangt seid, werdet auch ihr finden, dass trotz allem Anschein der zu Unrecht Verfolgte sich in der besseren Situation befindet. Aber nur unter der Bedingung, dass er sich nicht damit begnügt, die Ungerechtigkeiten zu erdulden, sondern lernt, sie zu nutzen.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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27. Juni 2006

Wie viele Menschen gibt es, die glanzlos, plump und mürrisch sind. Und selbst wenn sie versuchen ihre Erscheinung mit allen möglichen Kunstgriffen zu verbessern, so kommt ihr prosaisches, gewöhnliches Innenleben doch fortwährend zum Vorschein. Sie kümmern sich niemals um den unangenehmen Eindruck, den sie bei anderen erzeugen und sind dann erstaunt, dass man sie nicht mag! Es ist aber die Poesie, die man bei den Menschen liebt und die man in ihnen zu finden sucht: etwas Leichtes, Leuchtendes, Magisches, bei dem man das Bedürfnis hat, es zu betrachten, zu fühlen, zu atmen, etwas, das beruhigt, harmonisiert und erleuchtet, von dem man sich inspiriert fühlt. Wie viele unglückliche Erfahrungen brauchen sie, um das zu begreifen?
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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26. Juni 2006

Was soll ich denen antworten, die mir in ihrem Kummer anvertrauen, von dem geliebten Mann oder der geliebten Frau verlassen worden zu sein? In Frankreich gibt es das Sprichwort – »Einen verloren, zehn neue gefunden« – aber das ist in dem Moment nicht immer ein Trost. Also sage ich zu den Betroffenen: »Denken Sie, dass es nur eine Eskapade ist. Die dauert vielleicht zehn, zwanzig Jahre oder noch viel länger, aber das macht nichts, eines Tages wird dieser Mensch, den Sie lieben, zurückkommen. Wenn nicht in diesem Leben, so in einem anderen und in einer anderen Form. Wenn Sie ihn aufrichtig geliebt und ihm geholfen haben, wenn Sie für ihn Opfer gebracht haben, dann wird das Gesetz der Gerechtigkeit diesen Menschen, da er undankbar war, dazu verpflichten zu Ihnen zurückzukommen, um alles wiedergutzumachen und Sie werden ihm von neuem begegnen.« Die aufrichtige, uneigennützige Liebe schafft Bindungen, die durch nichts zu lösen sind.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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25. Juni 2006

Wenn ihr frühmorgens aus dem Haus geht, um den Sonnenaufgang zu sehen, denkt, dass ihr zu einer Begegnung mit einem lebenden Wesen geht und dass auch die ganze Natur um euch herum lebendig ist. Und nicht nur die Vögel, Tiere, Bäume, Blumen,… Das ganze Universum ist von einer unendlichen Anzahl unsichtbarer aber wirklicher Geschöpfe bevölkert. Sendet ihnen also einen Gruß, sagt allen Wesen, die sich durch die Erde, das Wasser, die Luft und das Licht manifestieren, dass ihr sie liebt, dass ihr ihnen dankbar seid für die Klarheit des Morgens und für dieses ganze Leben, das dabei ist zu erwachen. Sie werden glücklich sein zu sehen, dass ihr ihre Arbeit schätzt und werden euch ihre Freundschaft in Form von Frieden und Freude schicken.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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24. Juni 2006

»Treu und wahrhaftig«, so wird Gott in der Bibel dargestellt. Das bedeutet, dass alle Anstrengungen, die wir machen, um seinen Willen zu erfüllen, um Liebe und Licht unter den Menschen zu verbreiten, aufgezeichnet und eines Tages zuverlässig belohnt werden. Wann? Das allein ist schwer in Erfahrung zu bringen. Aber darum sollen wir uns auch nicht kümmern: Wir, wir müssen arbeiten, das ist alles, und es dem Himmel überlassen, wann, wo und wie wir diese Belohnung erhalten. Wir müssen alles in die Hände des Himmels legen.
In einem anderen Teil der Bibel sagt Gott: »Mein ist die Rache…« (5.Mo 32,35). Das bedeutet, dass wir auch nicht das Recht haben, das Böse, das man uns angetan hat, zu rächen. Man muss es dem Herrn überlassen: Er weiß, welche Strafe den treffen soll, der Gesetze übertreten hat und wann und auf welche Weise wir entschädigt werden.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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23. Juni 2006

Von jedem Gesichtspunkt aus betrachtet und in allen Bereichen muss das Licht an erster Stelle stehen, denn es ist unmöglich sich in der Dunkelheit zu orientieren und zu arbeiten. Auf der physischen Ebene hat man das verstanden: Sobald der Abend hereinbricht, beleuchtet man die Straßen und Häuser. Wenn man in der Nacht aufwacht, schaltet man das Licht an. Wenn man bei Dunkelheit hinausgehen muss, nimmt man eine Taschenlampe mit und wenn es einen Stromausfall gibt, zündet man Kerzen an.
Aber was macht ihr, wenn es sich um eure Lebensführung handelt? Ihr beschließt eure Situation zu verändern, auszuwandern, eure Familie zu verlassen, eine Arbeit durchzuführen, zu heiraten, Kinder zu bekommen und schaltet bei all dem keine Lampe in euch ein, ihr sucht nicht nach dem Licht! Deshalb habt ihr immer wieder Zusammenstöße mit Leuten und Ereignissen, ihr verletzt euch selbst und die anderen. Sucht von nun an vor allem anderen das Licht, bittet um Licht.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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22. Juni 2006

Während einer Kreuzfahrt in der Arktis hatte eine Dame den Kapitän gefragt: »Was passiert, wenn unser Boot auf einen Eisberg trifft?« »Oh, gnädige Frau«, antwortete ihr der Kapitän, »der Eisberg wird seinen Kurs fortsetzen.« Und das Boot? Über das Boot hat er nichts gesagt. Es gab darüber nichts zu sagen, denn es war nur zu klar, dass es dabei untergehen würde.
Das Gleiche gilt für den Menschen: Wenn sein »Boot« mit einem »Eisberg« zusammenstößt, gibt es nichts mehr zu sagen. Aber vorher gibt es etwas zu sagen. Und was? Dass das Boot einen Kapitän haben muss, das heißt einen Kopf, der über die richtige Richtung entscheidet, denn sonst wird es von den Gefühlen, Emotionen und Instinkten, die es ohne Unterscheidungsvermögen vorwärts treiben, gegen Hindernisse geschleudert und geht unter.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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21. Juni 2006

Unter verschiedenen Formen findet man in den Überlieferungen der Völker aller Länder Legenden, die berichten, wie das Licht und die Finsternis sich von Anfang an fortwährend bekämpfen. Und je nach dem trägt für den Moment einmal die eine und einmal die andere Seite den Sieg davon.
Aus astronomischer Sicht findet der Sieg des Lichts über die Finsternis jedes Jahr am 21. Juni, dem Tag der Sommersonnenwende statt. In diesen Tagen, wo das Licht die Herrschaft zurückgewonnen hat und daher die Nacht, die Dunkelheit und die Finsternis zurückweichen, erreichen uns die besten kosmischen Einflüsse: Die himmlischen Mächte, die schöpferischen Kräfte haben die größten Möglichkeiten sich zu offenbaren und uns bei der Lösung unserer Schwierigkeiten zu helfen. Dieser Zeitpunkt ist also günstig, um daran zu arbeiten, dass das Licht den Sieg über unsere innere Finsternis davonträgt.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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