Archive for April, 2006

30. April 2006

Am Morgen, wenn ihr euer Fenster öffnet oder von zu Hause weggeht, nehmt ihr den Himmel wahr, die Sonne. Bemüht euch, sie so anzuschauen als ob ihr sie zum ersten Mal sehen würdet. Dann entdeckt ihr ein feinstoffliches Leben, das euch bis dahin entgangen war, weil ihr zugelassen hattet, dass sich zwischen euch und die Realität eine undurchsichtige Wand schob. Nur wenn ihr euch von dieser Wand befreit, werdet ihr die Dinge wahrhaft begreifen.

Die wirkliche Intelligenz ist wie eine Quelle, immer neu, frisch und zauberhaft. Die wirkliche Intelligenz ist immer voller Entzücken. Und beschränkt euch nicht darauf, diese Haltung allein der Natur gegenüber zu pflegen, sondern lernt, sie auch den Menschen gegenüber einzunehmen. Ihr werdet unglaubliche Entdeckungen machen und obendrein werdet auch ihr für die anderen dadurch viel interessanter und sympathischer.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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29. April 2006

Kometen, Planeten und Sonnen besiedeln den Weltraum. Aber während die Kometen wie wirre Köpfe die Weiten durchqueren, umrunden die Planeten unerschütterlich eine Sonne, von der sie Wärme und Licht erhalten. Die Sonnen ihrerseits, als unerschöpfliche Quellen von Licht und Wärme, verteilen ihre Wohltaten an alle Geschöpfe.
Es gibt Menschen, die wie die Kometen das Leben durchlaufen, ohne eine Ordnung, einen festen Orientierungspunkt zu suchen. Andere kreisen wie die Planeten um ein Zentrum, und sie fühlen, dass sie sich nicht von dieser Quelle der Wärme und des Lichts entfernen sollen. Sie erleben Höhen und Tiefen, aber sie bleiben beständig auf dem richtigen Weg. Die Sonnen schließlich, das sind die großen Meister, die Eingeweihten, die auf dem Weg der Liebe und der Weisheit so weit fortgeschritten sind, dass nichts sie von ihrem geistigen Ideal abbringen kann. Sie bleiben im Zentrum und erleuchten und wärmen die Geschöpfe, die um sie sind
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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28. April 2006

Der Lebensbaum lehrt uns, wie Gott mit den beiden Kräften der Milde und Strenge arbeitet. Genauso muss sich ein Lehrer, um nützlich und effizient zu sein, einmal streng und einmal milde zeigen können. Nehmen wir das Beispiel eines spirituellen Meisters. Auch wenn er viel Verständnis und Liebe gegenüber den Menschen fühlt, muss er sich für den Fortschritt und die Weiterentwicklung seiner Schüler auch streng verhalten können. Und wenn die Schüler diese Strenge nicht annehmen, so haben sie in einer Einweihungsschule nichts zu suchen. Ein Meister braucht Arbeiter für den Himmel und man wird kein guter Arbeiter für den Himmel, wenn man sich keiner Disziplin unterwirft. Der Schüler, welcher vom Meister getadelt wird, weil er schlecht gehandelt hat, muss seine Empfindlichkeit aufgeben und die Kraft seines Geistes zeigen. Dann kann der Meister für die göttliche Arbeit auf ihn zählen.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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27. April 2006

»Ich bete, ich bitte den Himmel um Hilfe, aber er hört mich nicht, er antwortet mir nicht.« So rechtfertigen sich manche Menschen dafür, dass sie nicht mehr beten. Da der Himmel taub ist… Nein, der Himmel ist weder taub noch grausam und wenn wir uns von ihm abgeschnitten fühlen, so deshalb, weil wir uns mit solch dicken Schichten umgeben haben, dass seine Gegenwart, sein Licht, seine Liebe diese nicht durchdringen können. Der heilige Paulus sagt: »Wir leben und bewegen uns in Gott und in Ihm haben wir unsere Existenz.« Ja, aber wir fühlen uns isoliert und verlassen, weil die unreinen Schichten, die wir durch unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Taten gebildet haben, alle Verbindungswege verstopfen. Dabei ist alles da und für uns erreichbar, der Himmel, das Glück, die Freude, und wenn wir geduldig an uns selbst arbeiten, um uns zu reinigen, bis unsere feinstofflichen Körper empfänglich und sensitiv werden, dann ist der Kontakt eines Tages wiederhergestellt und die göttliche Gegenwart strömt in uns ein.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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26. April 2006

Wie viele Christen vermitteln durch ihre dermaßen enge Auffassung von Religion noch immer ein abstoßendes, entsetzliches Gottesbild! Was sie nicht daran hindert, immer wieder zu sagen: »Gott ist Liebe«. Sie wiederholen, was man ihnen gesagt hat, aber ihr Verhalten zeigt genau das Gegenteil. Sie müssen also noch viele Fortschritte machen, wenn sie wirklich wollen, dass man glauben kann, dass ihr Gott Liebe ist! Einige werden sagen: »Wir müssen unseren Glauben bezeugen und verteidigen.« Einverstanden, aber im Prinzip sind Glaube und Liebe nicht zwei getrennte Welten, sie sind verbunden und unterstützen sich. Solange man nicht verstanden hat, was wahrer Glaube ist, kann es keine Liebe geben. Und umgekehrt kann man nicht behaupten, den wahren Glauben zu haben, solange man nicht in der Lage ist, Liebe zu offenbaren. Es ist richtig, einen Glauben zu haben und ihn zu vertreten, aber man darf ihn nicht den anderen aufzwingen wollen, denn das nennt sich dann nicht mehr Glaube, sondern Fanatismus.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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25. April 2006

Der Mensch soll mit dem Verstand arbeiten, er soll seinen Mentalkörper entwickeln, um sich als selbständiges Individuum zu manifestieren und die materielle Welt zu beherrschen. Aber gleichzeitig muss er darüber wachen, dass sein Intellekt nicht, wie das in der heutigen Zeit mehr und mehr der Fall ist, die Vorherrschaft auf Kosten all seiner anderen Fähigkeiten und Erforschungsmöglichkeiten übernimmt. Denn so wie sich der Intellekt bei den meisten unserer Zeitgenossen äußert, kann man sagen, dass er zu einem Werkzeug der Zerstörung wird. Je mehr sie sich auf ihn und auf die Art und Weise, wie er Fragen angeht und Schlüsse zieht, verlassen, desto mehr trennen sie sich ab von den sichtbaren und unsichtbaren Geschöpfen, denn das subtile Leben des Universums, das Leben der Seele und des Geistes, entgeht dann ihrer Beobachtung.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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24. April 2006

Nehmt nicht immer die Gerechtigkeit als Verhaltensregel. Gebt mehr als was ihr schuldet und verzeiht jenen, die euch Unrecht getan haben, dann werdet ihr Freunde gewinnen.
Die Gerechtigkeit war nützlich in einer Epoche, als man die Lehre der Liebe noch nicht akzeptieren konnte. Im Alten Testament ist nur von Gerechtigkeit die Rede: »Auge um Auge, Zahn um Zahn«… Aber wenn wir heute weiterhin so handeln, werden wir viel verlieren, weil wir immer nur der Gerechtigkeit begegnen werden. Wenn wir hingegen nach dem Gesetz der Liebe handeln, wird die Liebe uns besuchen.
Das Gesetz der Gerechtigkeit ist notwendig als Basis der Moral, aber es genügt nicht, um auf der Erde das Reich Gottes zu errichten… »und Seine Gerechtigkeit«, (jene göttliche Gerechtigkeit, welche nicht die der Menschen ist). Die Liebe steht immer über der Gerechtigkeit.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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23. April 2006

Im Ursprung des Lebens, da ist das Feuer. Es besitzt das Geheimnis ewigen Lebens. Es ist daher wichtig, dass man versucht, es kennen zu lernen, es anzuziehen und sich mit ihm zu harmonisieren, um sein Freund zu werden. Schaut zu, wie die Äste eines Baumes verbrennen. Das in diesem Holz enthaltene Leben ist deshalb so wertvoll, weil es von der Sonne kommt. Der Baum ist ein lebendiges Wesen, das nicht nur die Luft, das Wasser und die Erde zu speichern weiß und sie bei der Bildung seiner Wurzeln, seines Stammes und seiner Äste aufnimmt, sondern er weiß auch die Energie der Sonne anzuziehen und zu sammeln.
Bemüht euch, eine Freundschaft mit dem Feuer zu knüpfen. Während ihr zuschaut, wie die Äste verbrennen, erinnert euch also daran, dass ihr das wahre Feuer, die Quelle des Lebens, in der Sonne findet. Deshalb kann ich euch nie genug an die Wohltaten erinnern, welche die Sonne uns bringen kann, während sie aufgeht. Den Sonnenaufgang zu betrachten, bedeutet, dass man versucht, jenes lebendige Fluidum zu erhalten, welches das Universum durchströmt, damit es uns reinigt, stärkt und erleuchtet.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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22. April 2006

Seid bemüht, euch all des Reichtums bewusst zu werden, den Gott euch gegeben hat, dann wird euer Herz sich mit Liebe füllen und ihr denkt nur noch daran, den anderen zu helfen und ihnen Licht zu bringen. Wer sich reich fühlt, der kann nicht all seinen Besitz für sich behalten, er muss ihn verteilen. Wer sich hingegen seines Reichtums nicht bewusst ist, der verbringt seine Zeit damit, all das aufzuzählen, was ihm fehlt und es drängt ihn natürlich auch dazu, auf all jene böse zu sein, die er für reicher als sich selbst hält. Es bleibt ihm also nichts anderes übrig, als sie anzugreifen, um das zu zerstören und ihnen wegzunehmen, was seiner Meinung nach bei ihnen zu viel ist und ihm gehören sollte. Die Armut, in all ihren Formen als materielle, moralische oder spirituelle Armut, ist immer der Ursprung aller Verbrechen. Wenn ihr also ein Wohltäter der Menschheit sein wollt, dann fühlt euch reich, reich an allen Schätzen, die Gott euch gegeben hat und die euch niemand wegnehmen kann.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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21. April 2006

Allein das Licht ist ein zuverlässiger Führer. Konzentriert euch daher, bevor ihr eine wichtige Entscheidung trefft, einige Minuten auf die Welt des Lichts und fragt, wie ihr handeln sollt. Die Antwort wird euch in Form von Gedanken, Gefühlen, Empfindungen oder Symbolen gegeben werden. Wenn diese Antwort klar ist, könnt ihr handeln. Wenn ihr aber eine Befürchtung, eine Beunruhigung wahrnehmt, wenn ihr euch unsicher fühlt, so gibt es Hindernisse, gegenläufige Strömungen, die euch den Weg versperren. Verschiebt dann eure Entscheidung auf später, wiederholt die Frage und handelt nicht, bevor euer Weg klar und frei ist.
Das Herz und der Verstand sind wie eine Leinwand, auf welche die Wesen der unsichtbaren Welt, die Geister der Weisheit, Antworten auf die von euch gestellten Fragen projizieren. Anstatt also um jeden Preis eure eigenen Vorhaben realisieren zu wollen, fragt die göttliche Welt, ob sie nicht passendere Absichten und Vorhaben für euch hat, und hört gut auf die Antworten, die sie euch gibt.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

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