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Auch wenn der technische Fortschritt heute die Verwendung von Holz zum Heizen und für das Kochen von Lebensmitteln stark zurückgehen ließ, wisst ihr doch alle wie man ein Feuer anzündet. Man beginnt damit, ein wenig Papier aufzulegen, legt dann darüber trockene kleine Zweige und darauf stärkeres Holz. Schließlich zündet man mit einem Streichholz das Papier an, das Papier gibt das Feuer weiter an die Zweige und die Zweige zünden die Äste an. Jetzt nehmen wir den Menschen mit seinen verschiedenen Körpern, dem physischen Körper, dem Astral-, Mental- und Kausalleib. Das Feuer des Streichholzes entspricht der Kausalebene, der Welt des Geistes, die der Ursprung aller Erscheinungen ist. Das Streichholz zündet das Papier an (Mentalebene, Intellekt), das entzündet die Zweige (Astralebene, Herz) und die wiederum entflammen das starke Holz (physische Ebene). Alles beginnt also oben mit dem Geist, dann erreicht das Feuer von Körper zu Körper schließlich auch die physische Ebene. Keine wahre Verwirklichung ist auf der physischen Ebene möglich, solange man nicht begonnen hat mit dem Geist zu arbeiten, der von oben den Impuls gibt.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Die Medizin macht viele Fortschritte, das ist wahr, aber es ist kein Grund, sich sorglos und unvorsichtig zu verhalten. Wenn die Menschen nichts von der Wissenschaft des Lebens lernen, wird die Medizin trotz all ihrer Fortschritte machtlos bleiben. Während sie sich bemüht, bestimmte Krankheiten zu heilen, wird die durch das unvernünftige Leben der Menschen im Organismus verursachte Unordnung immer neue Krankheiten entstehen lassen. Das ist wie bei einem undichten Ball, der eine Delle hat. Ihr versucht, sie zu beheben, aber sie bildet sich immer wieder an einer anderen Stelle. Ich kann euch also sagen, dass, selbst wenn die Medizin immense Fortschritte gemacht hat und in Zukunft noch größere macht, dies den Menschen nicht ermöglichen wird, nach Lust und Laune und ohne Beachtung der Regeln zu leben. Und keinem Psychologen, keinem Psychiater oder Psychoanalytiker wird es gelingen, jemandem das Gleichgewicht zurückzugeben, der glaubt, ungestraft die Gesetze der moralischen und spirituellen Welten übertreten zu können.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Vom Morgen bis zum Abend und sogar manchmal während der Nacht beansprucht das Neugeborene die ganze Aufmerksamkeit und Pflege seiner Mutter. Aber bevor sie sich mit ihrem Kind beschäftigt, sollte sie sich zuerst in Gedanken in die Nähe Gottes begeben, um sich in Kontakt mit dem himmlischen Leben zu setzen. Denn die wahrhaftige mütterliche Liebe beschränkt sich nicht darauf, über das physische Wohlergehen eines Kindes zu wachen: es zu stillen, anzukleiden, zu waschen, zu Bett zu bringen. Die Mutter sollte in alles, was sie für es tut, spirituelle Elemente legen. Wenn sie sich damit zufrieden gibt, für ihr Kind gewöhnliche Sorge zu tragen, wird sie aus ihm einen gewöhnlichen Menschen machen, denn sie gibt ihm nichts von der göttlichen Gegenwart mit. Um ihr Kind wahrhaftig ernähren und erziehen zu können, muss sie sich vor Gott begeben und sagen: »Herr, ich komme zu Dir, damit Du mir für mein Kind das Licht, die Liebe, die Gesundheit und die Schönheit des Himmels gibst.« So wird sie auf ihr Kind reine und lichtvolle Teilchen ausstrahlen können, die aus ihm einen außergewöhnlichen Menschen machen werden.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Brüderlich mit den uns umgebenden Menschen leben zu können ist ein großer Reichtum, weil jeder durch sein Gesicht, seine Augen, seine Stimme und seine Gedanken etwas Lebendiges, Herzliches mitbringt, von dem sich alle ernähren können. Wenn ihr wüsstet, wie ihr diese Segnungen empfangen könnt, würdet ihr eine solche Liebe von allen auf euch ziehen, dass ihr davon ganz erfüllt wärt. Wer hindert euch daran? Ihr sagt: »Aber das würde bei den Paaren eine Revolution verursachen. Wer könnte akzeptieren, dass die Person, mit der er sein Leben teilt, von einem anderen Mann oder einer anderen Frau Liebe empfängt?« Ihr versteht mich falsch, es geht hier nicht um die Liebe einer Frau oder eines Mannes, sondern um die Liebe aller Menschen. Was kann man einem da vorwerfen? Man braucht nicht eifersüchtig zu werden, weil jeder diese Liebe empfängt. Aber die Menschen haben nicht gelernt mit Liebe zu leben, mit Liebe glücklich zu sein, sie isolieren sich zu zweit in einem kleinen Nest und glauben die Frage gelöst zu haben. Nein, sie wissen nicht, was das wahre Leben ist, weil sie nicht wissen, was die wahrhaftige Liebe ist. Das wahre Leben ist das brüderliche Leben, das universelle Leben, im Austausch mit allen Wesen.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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“Im Laufe der Geschichte hat die Religion nicht nur alle Arten von Grausamkeiten hervorgebracht, sondern jene, die sie begingen, waren auch noch davon überzeugt, ihre Pflicht getan zu haben. »Ketzer« und »Ungläubige« ohne Rücksicht auf Menschlichkeit gefangen zu halten, niederzumetzeln, zugrunde zu richten oder zu verbrennen bedeutete für sie, ihren Glauben zu offenbaren. Und einige waren sogar überzeugt davon, dass sie aus Nächstenliebe so handelten. Indem sie sie zum Scheiterhaufen verurteilten, ersparten sie ihnen die Flammen der Hölle, die ewige Verdammnis. So außergewöhnliche Verirrungen konnte der Fanatismus in den Köpfen gewisser Menschen hervorbringen! Und Gott würde sie natürlich dafür belohnen. Haben sie Ihn aber vorher gefragt, ob Er damit einverstanden ist, dass sie Seine Geschöpfe niedermetzeln? Das ist die erste Frage, die sich alle stellen müssten, die noch in der heutigen Zeit verkünden »Glaubenskrieger« zu sein und sich vorstellen, als Werkzeuge des göttlichen Willens zu handeln. Hat Gott sie auf die Erde geschickt, damit sie ihre Mitmenschen in Seinem Namen ermorden?”
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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“Ihr habt eine schwierige Aufgabe zu erfüllen und fragt euch, ob ihr das wohl schaffen werdet. Ihr zögert ein wenig, dann entscheidet ihr euch und habt Erfolg, indem ihr zum Beispiel das Gewicht hochhebt oder das Hindernis entfernt. Dies beweist, dass ihr zu solchen Anstrengungen fähig seid und während ihr euch eurer Möglichkeiten bewusst werdet, fühlt ihr eure Kraft und euren Glauben wachsen. Der Glaube ist also mit der Sicherheit verbunden, die man erlangt, wenn man Siege davonträgt. Dieses Gesetz bestätigt sich noch mehr auf der spirituellen Ebene. Von Anstrengung zu Anstrengung kommen alle noch ungenützten Fähigkeiten an den Tag und manifestieren sich. Aber man muss vernünftig sein und bescheiden anfangen, indem man zunächst kleine Dinge verwirklicht. Wie viele sind in ihrer Entwicklung stehen geblieben, weil sie nicht bescheiden anzufangen wussten!
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Gewisse Denker haben versucht, Gott zu definieren, indem sie sagten, Er sei ein Kreis, dessen Zentrum überall und dessen Umkreis nirgends ist. Wenn das Zentrum überall ist, so solltet ihr darunter zuerst und vor allem verstehen, dass es in euch ist, dass ihr also ohne Unterlass die Möglichkeit habt, Ihm zu begegnen, zu Ihm zu sprechen und Ihm zuzuhören. Es war sein Wille, in den Geschöpfen zu sein, Er ist ein Teil von euch, ihr könnt Ihn nicht verlieren. Wenn ihr Ihn verliert, so bedeutet das, dass ihr euch noch nicht genügend bewusst geworden seid, dass ihr Ihn besitzt. Wenn so viele Leute zugeben nicht mehr an zu Gott glauben, kommt das nur daher, dass sie sich mit dem begnügten, was man ihnen über Ihn erzählt hatte und das, was man ihnen erzählt hatte, war außerhalb ihrer selbst geblieben, es waren nur Worte. Nun sind aber Worte, und seien sie noch so wahr und tiefgründig, immer etwas Äußerliches, es kann also geschehen, dass sie eines Tages ihren Sinn verlieren. Nur der Mensch kann ihnen wirklich einen Sinn geben und diesen bewahren, und dafür muss er sie sich einverleiben, sodass sie ein Teil von ihm werden.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Da jetzt mehr und mehr Bücher über Magie verbreitet werden, fangen viele der Leute, die sie lesen, an, überall schwarze Magie zu sehen und ihr die Schwierigkeiten zuzuschreiben, denen sie in ihrem täglichen Leben begegnen können. Ein Unfall, eine Krankheit, Schwierigkeiten in der Arbeit? Und schon beginnen sie sich vorzustellen, dass es da jemanden gibt, der eifersüchtig ist, der ihnen böse ist und der gegen sie schwarze Magie betreibt. Was hat man mir nicht alles über dieses Thema erzählt! Und ich, ich sehe vor allem, dass einige Blicke, Worte, Gesten und irgendwelche ganz und gar unbedeutende Zufälle genügen, um die Phantasie von jemandem in Gang zu setzen, und er selbst macht dann den Rest. Ja, er interpretiert etwas hinein und stürzt sich in seltsame Hirngespinste. Er verfolgt sich selbst also ganz alleine, weil er innerlich nicht die richtige Einstellung findet.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Bei der Gleichheit, die im Wahlspruch der französischen Republik vorkommt, geht es nicht um die natürliche Gleichheit, die es gar nicht gibt, sondern um die Gleichheit vor dem Gesetz. Aber ist selbst da die Gleichheit realisierbar? Nein, denn vor dem Gesetz sind nicht alle Bürger gleich gewappnet, sie sind nicht mit identischen Mitteln und Möglichkeiten versehen. Eine hohe Geldstrafe, die für eine Geschwindigkeitsübertretung mit dem Auto zu zahlen ist, bedeutet zum Beispiel nicht das Gleiche für einen Milliardär und für jemanden, der gerade noch genug zum Leben hat. Die wirkliche Gleichheit ist nicht realisierbar, und sie muss immer durch die Brüderlichkeit vervollständigt werden. Die Menschen sind also nur in ihrer Würde gleich. Und diese Würde kann nur in dem Maße verstanden und gefühlt werden, in dem sie fähig sind, sich gegenseitig als Kinder Gottes und als Brüder zu betrachten. Nicht nur die Privilegierten sollen sich als Brüder der Ärmsten fühlen, sondern die Ärmsten sollen auch fühlen, dass in ihnen etwas existiert, das sie den größten Weisen, den größten Genies gleichstellt.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Die Idee, dass es Gott ist, der sich euch nähern oder sich von euch entfernen könnte, hemmt eure spirituelle Entwicklung. Ihr sagt: »Ich habe schlecht gehandelt, ich fühle mich von Gott verlassen, ich will warten, ob Er mir vergibt und mich von neuem besucht.« Nun, ihr könnt Jahrhunderte warten! Es ist an euch, sofort mit der Arbeit zu beginnen. Wenn ihr erwartet, dass die Veränderungen vom Herrn ausgehen, wenn ihr euch damit zufrieden gebt, Ihn um Hilfe zu rufen für sein verirrtes Kind, so sind das nur Illusionen, die dazu beitragen, euer inneres Unwohlsein zu verlängern. Da ihr selbst die Ursache dieses Unwohlseins seid, bringt eure Fehler in Ordnung. Das ist die wahre Reue, die euch in Seine Nähe zurückbringt. Zu sagen, dass Gott uns vergibt, ist eine Illusion, uns wird nur so weit vergeben, als wir alles wieder in Ordnung bringen. Man muss sich von vielen falschen Vorstellungen befreien, die von der Religion selbst unterhalten werden, und daran arbeiten, sich aus allen Umständen heraus über die Wolken zu erheben, um das Göttliche, das in uns ist, wiederzufinden.
Omraam Mikhaël Aïvanhov