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Denkt an das Leben, wie es sprudelt, wie es fließt, wie es das Universum und alle Kreaturen erfüllt, wie es durch euch hindurchgeht… Dieses Gefühl, dieses Verständnis des Lebens wird euch wahrhaft in Verbindung mit Gott, eurem Schöpfer, eurem Vater bringen. Bis dahin könnt ihr von Ihm nur fehlerhafte, weil oberflächliche Vorstellungen haben. Sucht Gott in euch, in diesem Leben, das Er euch gegeben hat. Begnügt euch nicht mit dem, was andere über das Thema Seiner Existenz oder Nicht-Existenz gesagt haben. Sonst werdet ihr eure Zeit damit verbringen, das Für und Wider abzuwägen und euch Fragen zu stellen. An einem Tag glaubt ihr, an einem anderen zweifelt ihr und auf diese Weise kommt ihr zu gar nichts. Lernt, das Leben zu fühlen, das in euch sprudelt und fließt, dann werdet ihr euch keine Fragen mehr über die Existenz Gottes stellen!
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Es wird den Menschen immer dazu drängen, Mittel zu finden, um das Alter und den Tod hinauszuschieben! Das ist sehr gut, denn er hat auf der Erde eine Arbeit zu vollbringen, und ein langes Leben gibt ihm dazu größere Möglichkeiten. Aber das Leben gehört Gott und Gott allein. Was der Mensch auch unternimmt, er wird niemals Krankheit und Tod, die physische Krankheit und den physischen Tod überwinden. Früher oder später muss er also erkennen, dass sein Wunsch nach Unsterblichkeit nur mit einer spirituellen Praxis erfüllt werden kann. Das spirituelle Leben ist das wirkliche Allheilmittel, das ihn von all seinen Leiden befreien wird. Im Lebensbaum ist das universelle Heilmittel mit der Sephira Tiphereth verbunden, der Sephira der Sonne. Und das soll nicht nur vom physischen Gesichtspunkt aus verstanden werden, sondern auch und insbesondere vom spirituellen Gesichtspunkt. Wenn der Erzengel der Sonne den Namen Mikhael hat (d. h. »der wie Gott ist«), so deshalb, weil das Leben, das von der Sonne kommt, für die Bewohner der Erde der mächtigste und vielsagendste Ausdruck des göttlichen Lebens ist. Indem wir uns mit der Sonne verbinden, machen wir aus unserem ganzen Wesen ein Auffangbecken für das göttliche Leben.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Der Glaube ist das Resultat täglich wiederholter Anstrengungen. Er ist etwas Lebendiges, das wir niemals von unserem täglichen Leben trennen dürfen. Das muss man begriffen haben, um den Sinn folgender Worte Jesu entschlüsseln zu können: »Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin! So wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein« (Mt 17,20). Wir können einen Berg versetzen, ja, aber unter der Bedingung, dass wir uns an ihn heranmachen und dabei nicht denken, ihn auf einmal verlagern zu können. Man kann einen Berg versetzen, indem man einen Stein nach dem anderen versetzt. Jeder versetzte Stein, d. h. jeder Erfolg, so klein er auch sei, vergrößert unseren Glauben, weil wir uns stabiler, stärker und mehr Herr der Situation fühlen. Indem wir einen Blick zurückwerfen, messen wir den durchlaufenen Weg. Und dann kann es geschehen, dass nach der halben unternommenen Arbeit unser Glaube sich so gestärkt hat, dass wir den ganzen Rest auf einmal schaffen.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Wir sind auf der Erde, aber unsere wahre Heimat ist der Himmel, die göttliche Welt. Die Kenntnisse, die wir erlangen müssen, um unser Erdenleben zu leben und jene, die wir für unser himmlisches Leben brauchen, sind natürlich unterschiedlich. Das offizielle Wissen, das wir in den Schulen und Universitäten bekommen, gibt uns alle materiellen Möglichkeiten: eine Stellung, Geld, Ansehen. Aber dieses Wissen verwandelt uns nicht und wir bleiben die Gleichen mit unseren Unsicherheiten und unseren Schwächen. Das Einweihungswissen hingegen verschafft uns vielleicht keine Stellung, kein Ansehen, aber es verwandelt uns und indem es uns verändert, öffnet es uns einen Zugang zur göttlichen Welt. Da die Menschen mehr an dem interessiert sind, was ihnen materielle Vorteile bringt, suchen sie nach dem offiziellen Wissen. Leider ist dieses Wissen nicht dauerhaft. Man kann es nicht in die andere Welt mitnehmen, man erlangt es nur für eine Inkarnation. Und was ist eine Inkarnation? Ein Traum, ein vergänglicher Traum. Während das Einweihungswissen, das uns verwandelt und uns den Sinn des Lebens vermittelt, sich für alle Ewigkeit in uns einprägt.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Wenn die Männer und Frauen die Fülle in der Liebe suchen, so ist dies natürlich keine Täuschung. Warum finden sie sie dann aber meistens nicht? Warum begegnen ihnen nach einem Augenblick von Wonne und Glück Enttäuschung und Bitterkeit? Weil sie ihre Liebe vom universellen Leben abschneiden. Um sich zu lieben, wollen sie sich von allen trennen, selbst vom Himmel, von all diesen intelligenten Wesen, die die Energien der Liebe im ganzen Universum erhalten und verteilen. Eine Liebe, an der die Kräfte des Himmels nicht teilhaben, trägt schon die Keime ihrer eigenen Zerstörung in sich. Sie werden die gesuchte Fülle dann finden, wenn sie sich bemühen, durch ihre Liebe in die kosmische Harmonie einzutreten, sich mit der universellen Seele zu verbinden und dem Himmel Dank und Ehrerbietung entgegenzubringen.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Jedes Individuum muss durch sein persönliches Leben die Bedingungen für das kollektive, das kosmische, das universelle Leben vorbereiten. Wenn es sich einmal um seine eigene Entwicklung gekümmert hat, muss es sich fragen, wie es als Mitglied der Gemeinschaft beitreten kann, um sie von seinen Fähigkeiten, seinen Talenten profitieren zu lassen. Wenn es diese Haltung annimmt, verliert es nichts von seinen Errungenschaften, im Gegenteil, in diesem Moment wird es erst wirklich reich und mächtig. Überall wird gesagt, dass Einigkeit stark macht. Warum sollte man das nur auf der physischen Ebene verstehen? Es ist die Einigkeit der Männer und Frauen in der Arbeit für eine universelle Bruderschaft, die stark macht. Und mit dieser Stärke werden sie die Welt verwandeln können. Niemals wird sich die Welt verwandeln, solange sich jeder damit begnügt, sich in seiner Ecke zu entwickeln und zu bereichern. Alle müssen sich vereinigen mit dem einzigen Ziel, eine wunderbare Kraft für die Verwirklichung des Reiches Gottes auf Erden zu schaffen.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Um Metall formen zu können, muss man es zuerst ins Feuer legen. Dieses Gesetz gilt auch für die psychische Ebene. Wenn ihr die Formen eures inneren Wesens ändern wollt, dann versucht, euch der Region des Feuers, des Geistes zu nähern, wodurch die Materie eurer Wünsche, eurer Gefühle, eurer Gedanken schmelzen wird. Anschließend könnt ihr durch Meditation und Gebet dieser Materie neue, schönere, spirituellere Ausdrucksformen geben. Wenn ihr euch weigert, diese Arbeit zu unternehmen, werden euch die Leiden verbrennen und zum Schmelzen bringen, denn die kosmische Intelligenz akzeptiert es nicht, dass ein Mensch stagniert, also werdet ihr schmerzhafte Erfahrungen machen. Wartet also nicht, sondern entschließt euch, die Kraft des himmlischen Feuers kennen zu lernen, es zu spüren, es zu besitzen. Versucht, seine Natur zu verstehen, wie es bis zu uns kommt, um uns zu entflammen und uns seine Eigenschaften zu übermitteln. Wir müssen dahin gelangen, es in uns aufzunehmen, damit die alten Formen, die innerlich schon verhärtet sind, in seiner Wärme schmelzen und neu geformt werden können.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Wenn die Christen das Vaterunser sprechen: »Vater unser, der Du bist im Himmel, geheiligt werde Dein Name…«, verstehen sie dann, was es bedeutet, den Namen Gottes zu heiligen? Die Heiligung ist mit der Welt der Gedanken verbunden. Wir müssen den Namen Gottes zunächst in unseren Gedanken heiligen. Der Name repräsentiert, resümiert und enthält die Wesenheit, die ihn trägt. Wenn wir also den Namen Gottes aussprechen, rufen wir Ihn, wir erlauben Ihm, in uns einzuziehen, wir machen Ihn präsent. Der Kabbala zufolge ist der Name Gottes vielfältig. Er besteht aus 72 Namen, deren Kenntnis ein sehr langes und sehr schwieriges Studium verlangt. Wer diese 72 Namen kennt, ist so sehr von der Heiligkeit und dem Licht Gottes durchdrungen, dass er nur durch ihr Aussprechen fähig ist, Ihn anzuziehen, Ihn in jedes Ding herabkommen zu lassen, alle Gegenstände, alle Geschöpfe, alle Existenzen zu heiligen. Die Eingeweihten begnügen sich nicht damit, zu rezitieren: »Geheiligt werde Dein Name!«, sondern sie heiligen ihn wirklich in sich selbst.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Beobachtet euch und ihr werdet feststellen, dass ihr immer geneigt seid, euch mit eurem physischen Körper zu identifizieren: Ihr tut so, als wären seine Bedürfnisse, seine Frustrationen oder Unzufriedenheiten, eure Bedürfnisse, eure Frustrationen, eure Unzufriedenheiten. Dabei ist euer physischer Körper für euch nichts anderes, als ein Fortbewegungsmittel. Weil sie sich mit dem verwechseln, was sie nicht sind, ist es für die Menschen so schwer, sich selbst zu finden und es geht mit ihnen bergab. Der physische Körper ist vergänglich und wenn ihr euch mit ihm identifiziert, vergeht ihr mit ihm. Identifiziert ihr euch hingegen mit dem Geist, der unsterblich ist, werdet ihr ein Funke, eine Flamme, ihr entledigt euch der Erdenschwere und es gelingt euch, alle Schwierigkeiten zu meistern. Die Menschen tun sich viel Schlechtes an, indem sie sich mit der Materie identifizieren, die verderblich, vergänglich ist, statt sich mit dem Geist zu identifizieren, der unvergänglich und ewig ist. Der physische Körper ist nur das Instrument, welches uns gegeben wurde, damit wir auf der Erde leben können und unser Geist, der ihn im Augenblick des Todes verlässt, setzt seinen Weg ins Unendliche fort.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Das erste der Moralgesetze ist sehr einfach und ihr könnt es bereits in der Landwirtschaft beobachten: Man erntet das, was man gesät hat. Wenn ihr also Gutes tut, werdet ihr eines Tages die Früchte ernten. Ihr wendet ein, dass man in der Welt die Früchte des Guten nicht immer sieht. Der Grund dafür ist, dass man die Beobachtungen nicht über einen ausreichend langen Zeitraum hinweg macht. Die kosmischen Gesetze haben es nicht so eilig wie wir. Sie haben ein anderes Zeitmaß, deswegen scheinen uns die Belohnungen oft ein bisschen verzögert, genauso wie die Bestrafungen übrigens! Wenn ihr ungeduldig seid, wenn ihr euch auflehnt, weil ihr denkt, die verdienten Belohnungen nicht bekommen zu haben, macht ihr die Situation noch komplizierter. Warum leiden und sich quälen? Früher oder später werden diese Belohnungen kommen, das ist sicher. Vergeudet also eure Zeit nicht damit, auf sie zu warten, dann seid ihr frei und entlastet. Wenn ihr euch auflehnt, habt ihr nicht das richtige Wissen. Für jede gute Tat, die ihr getan habt, sind die Geschenke schon unterwegs. Habt also Vertrauen!
Omraam Mikhaël Aïvanhov