Archive for Juni, 2005

30. Juni 2005

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Allen, die auf ihre Freiheit pochen und dabei denken, sie bräuchten keine Gesetze zu respektieren, verschließen sich die Pforten des Himmels, und eines Tages werden sich auch die Pforten der Erde vor ihnen verschließen. Jemand sagt: »Aber ich beuge mich weder vor Gott noch vor den Menschen und die Pforten sind mir nicht verschlossen, man empfängt mich überall.« Nur weil du blind bist, mein Freund, siehst du nicht, dass dir die Pforten oben bereits verschlossen sind und dann werden sich auch die Pforten unten verschließen. Es dauert eine gewisse Zeit, weil die Folgen nicht sofort sichtbar sind. Zuerst wird oben über ein Dekret abgestimmt, aber es vergeht immer eine gewisse Zeit, bis es auch unten vollzogen ist. Mit ihren Theorien über die Freiheit akzeptieren die Menschen weder eine moralische noch eine spirituelle Autorität und verschließen sich allem, das ihnen helfen könnte. So geht es mit ihnen ohne Kompass und Schutz bergab. Sie sehen die drohenden physischen und psychischen Gefahren nicht und reißen sich gegenseitig mit in die Katastrophe.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

29. Juni 2005

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Ich weiß, dass viele das Reich Gottes und die universelle Bruderschaft – diese Leitgedanken, die ich euch unablässig als Ideale aufzeige – nur als Utopie betrachten. Unter den aktuellen Umständen könne dieses Ideal nicht verwirklicht werden. Nein, es ist nicht unmöglich. Es ist schwierig, weil die Menschen kaum bereit sind, die Befriedigung ihrer egoistischen Wünsche aufzugeben, um sich ganz der Verwirklichung eines himmlischen Ideals zu widmen, aber unmöglich ist es nicht. Es würde genügen, die himmlische Ordnung zu studieren, um auf der Erde das Modell des Himmels umzusetzen, anstatt immer die irdische Ordnung als Richtschnur zu nehmen. Wenn die Christen anfingen, die Worte Jesu im Vaterunser »Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden« ernst zu nehmen, wäre das bereits ein großer Fortschritt. Seit zweitausend Jahren murmeln sie dieses Gebet und fahren gleichzeitig damit fort, nur dem egoistischen und unaufgeklärten menschlichen Willen zu gehorchen. Das Reich Gottes auf Erden zu verwirklichen ist nicht unmöglich, aber die Menschen, angefangen bei den Christen, bemühen sich nicht genug darum, es zu verwirklichen.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

28. Juni 2005

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Warum ist die menschliche Rechtsprechung so unvollkommen? Weil sie nur über Vergehen urteilen kann, die auf der physischen, materiellen Ebene stattgefunden haben. Wenn ein Mensch das Grundstück seines Nachbarn betreten hat, wenn er jemanden nicht richtig bezahlt, wenn er ihn geschlagen und beleidigt hat, sind alle Gesetze gegen ihn und er wird verurteilt. Doch wenn er durch seine Schriften, Worte oder sein Beispiel Tausenden von Menschen den Glauben, die Hoffnung und die Liebe genommen hat, wenn er sie zu Ausschweifungen und Gewalt angestachelt hat, lässt ihn die menschliche Justiz in den meisten Fällen in Ruhe. Jeder ist frei, seine Gedanken und sogar seine anstößigsten Wünsche auszudrücken, ohne sich um die Wirkung zu kümmern, die dies auf das Schicksal gewisser schwächerer und beeinflussbarer Personen haben kann. Gestohlener Schmuck und zerbrochene Fensterscheiben, ja, das ist ihnen wichtig, aber wenn die Seele und der Geist vieler Menschen in Zweifel, Auflehnung und Zerrüttung gebracht werden, ist das nicht schlimm. Deswegen befinden sich oft gerade die größten Verbrecher auf freiem Fuß.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

27. Juni 2005

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Es gibt genügend Religionen auf der Welt. Die Frage ist nur, ob man auch richtig mit ihnen zu arbeiten versteht. Damit sollte man sich beschäftigen. Aus diesem Grund bringt die Universelle Weiße Bruderschaft Methoden, das heißt eine Haltung, die es zu finden und ein Programm, das es zu verwirklichen gilt. Wir müssen heute nicht über grundlegende Wahrheiten diskutieren, die schon seit Tausenden von Jahren bekannt sind. Wir müssen nur die richtige Art finden, sie umzusetzen, damit sie immer lebendig bleiben. In der wahren Religion sollen alle Aktivitäten des Menschen betrachtet werden. Jene, die unser physisches Leben betreffen, nämlich wie wir atmen, essen, gehen, schlafen usw., genauso wie die Aktivitäten der Seele und des Geistes. Wir richten unser besonderes Augenmerk auf die Arbeitsmethoden, damit man nicht denkt, irgendeiner dieser Bereiche gehöre nicht zur Religion, denn der Mensch ist eine Ganzheit.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

26. Juni 2005

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Manchmal erblickt ihr einen Mann oder eine Frau, fühlt euch augenblicklich und ohne zu wissen warum bezaubert, berührt und versucht, euch anzunähern. Das ist ganz natürlich, denn die Anziehung, die man für einen Menschen empfindet, ist etwas Unkontrollierbares. Man muss dabei nur wissen, dass diese Formen plötzlicher Sympathie nicht bedeuten, dass man die wahre Liebe gefunden hat. Außer in ganz seltenen Fällen benötigt die Auswahl der Person, mit der man wirklich etwas Harmonisches und Beständiges aufbauen kann, sehr viel Zeit und Überlegung. Aber was soll man in der Zwischenzeit tun? Um euch darauf vorzubereiten, eines Tages die wahre Liebe zu kosten, solltet ihr damit beginnen, die Verbindung zur göttlichen Welt wiederaufzubauen, denn diese Verbindung verleiht allen Dingen und selbst der Liebe ihren wahren Geschmack. Wenn ihr diese Verbindung wiederhergestellt habt, fühlt ihr, wie ein Strom höherer Energien euch durchfließt. Erst die Gegenwart dieser göttlichen Energien kann der Liebe einen himmlischen Geschmack verleihen, als ob ihr mit der ganzen Natur und dem ganzen Universum kommunizieren würdet.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

25. Juni 2005

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Irgendwann in ihrem Leben haben die meisten Menschen die Neigung, sich gegen ihre Eltern und ihre Familie aufzulehnen. So benutzen sie oft die erste Gelegenheit, um den Kontakt zu ihnen abzubrechen und denken, sie würden anderswo etwas Besseres finden. Es ist durchaus möglich, dass man sich nicht mit seiner Familie versteht und es ist nicht verboten, sie zu verlassen. Jeder auf der Erde sollte aber wissen, dass es einen Grund dafür gibt, dass er durch sein Schicksal gerade in dieser Familie und nicht in einer anderen wiedergeboren wurde. Es gibt da etwas zu lernen, zu verstehen und gewisse zur Weiterentwicklung nötige Erfahrungen zu machen. Im Universum existiert eine Gerechtigkeit, eine vollkommene Intelligenz, die den Verdiensten der Menschen entsprechend genau festlegt, in welchen Umständen, zu welcher Zeit, in welchem Land und in welcher Familie sie geboren werden müssen. Es nützt nichts, sich zu beklagen und es wird auch nichts ändern. Sie müssen diese Situation annehmen und arbeiten, damit sie sich in ihrer nächsten Inkarnation bessere Lebensumstände verdienen.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

24. Juni 2005

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Jedes Ding und jedes Wesen wird identisch mit dem, von dem es »gegessen« wird. Das ist ein Gesetz. Insbesondere am Beispiel des Feuers lässt sich dieser Gedanke überprüfen. Wenn ein Baum von Flammen verschlungen wird, kann man sagen, dass das Feuer den Baum »isst«, und ihn dadurch verwandelt, ihn sich gleich macht. Der Baum wird selbst zu Feuer, weil das Feuer ihn »isst«. Wenn wir innerlich ebenso unser ganzes Wesen dem Feuer der göttlichen Liebe darbringen, damit es von uns Besitz ergreift und uns »verschlingt«, so wird es uns sich gleichmachen. In unserem Innern besitzen wir genügend Materialien, mit denen wir das göttliche Feuer für die ganze Ewigkeit nähren können. Indem wir das brennende Feuer betrachten und zu verstehen versuchen, wie die Flammen am Baum arbeiten, um ihn in Licht und Wärme zu verwandeln, werden auch wir zu »Bäumen des Lichts«
Omraam Mikhaël Aïvanhov

23. Juni 2005

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Der Katholizismus hat sich selbst als die einzige universelle Religion dargestellt. Doch in Wirklichkeit kann sich eine Religion nur dann zu Recht als universell bezeichnen, wenn sie von der Sonne inspiriert wird, weil die Sonne universell ist. »Und Gott ist nicht universell?« fragt ihr. Natürlich ist Gott universell. Doch für unser einfaches menschliches Bewusstsein ist Er so unfassbar, so unerreichbar! Mit der Begründung, man dürfe nur Gott allein anerkennen, weigern sich viele, eine Sonnenreligion, eine Philosophie, die die Sonne als Symbol des Göttlichen darstellt, anzuerkennen. Weil sie Gott aber nicht erreichen können, bleiben sie leer. Unter dem Vorwand, nur den Herrn zu loben und zu verehren, fühlen und verstehen sie gar nichts mehr. Ist das intelligent? Warum nicht einsehen, dass die Sonne etwas ist, das uns besser als alles andere an den Herrn annähern kann, weil sie uns eine Vorstellung von Seinem Licht, Seiner Liebe und Seiner Macht vermittelt? Solange man die Sonne ablehnt, bleibt man im Dunkeln, in Kälte und Schwäche.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

22. Juni 2005

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»Weil man mich betrogen hat, werde ich niemandem mehr vertrauen.« Wie oft konnte man diesen Satz schon hören! Warum lassen sich die Leute aber durch einen Vertrauensbruch dazu bringen, ihr Vertrauen ganz zu verlieren? Weil in den meisten Fällen das Vertrauen, das sie den anderen entgegenbringen, nicht auf Respekt, Wertschätzung und wirklicher Zuneigung beruht, sondern auf der Hoffnung, aus ihnen irgendeinen Nutzen zu ziehen. Es ist eine Art Handel, der auf Berechnung beruht. Sie haben vor allem den persönlichen Profit im Auge, den sie aus diesem Vertrauen schlagen können. Wenn sie dann plötzlich bemerken, dass sie betrogen wurden, ist es vorbei und sie verlieren ihr ganzes Vertrauen. Doch indem sie das Vertrauen verlieren, verlieren sie auch die Liebe, denn man kann natürlich keine Menschen lieben, zu denen man kein Vertrauen hat. Anders gesagt verliert man alles, was das Leben schön und sinnvoll macht.
Omraam Mikhaël Aïvanhov

21. Juni 2005

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Eine der Hauptsorgen der Menschen ist ihre Gesundheit. Gleichzeitig muss man aber feststellen, dass sie nicht sehr viel dafür tun, sie zu bewahren. Sie sagen zwar »Ich möchte gesund sein! Ich möchte gesund werden.« Doch man könnte sogar meinen, dass sie unbewusst alles dafür tun, sich krank zu machen. Wenn sie die Gesundheit wirklich suchen und lieben würden, dann ginge es ihnen gut, denn nichts widersteht der Liebe. Sie verrät uns, was wir tun müssen, um das, was wir uns wünschen, zu erlangen. Allen, die sich also Gesundheit wünschen, sage ich: »Zuerst müsst ihr die Gesundheit lieben. Diese Liebe wird euch zu den besten Entscheidungen führen, um sie auch zu erlangen.«
Omraam Mikhaël Aïvanhov