9. Februar 2010

Man hat die Geister der Dunkelheit mit Hörnern, einem Schwanz und allen Kochkesseln der Hölle dargestellt, aber in dieser Gestalt wenden sie sich nicht an die Menschen, weil sie kein Interesse daran haben, sie zu erschrecken. In Wirklichkeit schleichen sie sich bei ihnen in Form von verlockenden Versprechungen ein: Alle ihre Wünsche sollen erfüllt werden. Sie bleiben darin so lange beharrlich, bis die armen Naivlinge ihnen wie eine überreife Frucht ins Netz gehen. Indem sie Macht, Vergnügen und Geld versprechen, gelingt es ihnen also, sich durchzusetzen. Die Geister des Lichts hingegen sagen: »Es kann sein, dass ihr, wenn ihr auf uns hört, weder Ruhm noch Reichtum erhaltet, denn diese sind im Verwahrsam des »Prinzen dieser Welt«. Aber wir haben andere Dinge für euch: Licht, Frieden, Wissen und vor allem Leben, Leben in Fülle. Wollt ihr mit uns gehen?« Wenn ihr aufgeklärt seid und ein echtes Unterscheidungsvermögen besitzt, werdet ihr auf die Stimme der himmlischen Geister hören; wenn nicht, geht ihr natürlich den dunklen Geistern in die Falle.

8. Februar 2010

Ich predige nicht die Abkehr von der Welt und vom Leben in der Gesellschaft, um alle Zeit nur der Meditation und dem Gebet zu widmen. Andere Lehren haben dies getan und hatten dafür ihre Gründe. Aber das Ziel der Universellen Weißen Bruderschaft ist ein anderes, ihre Aufgabe ist eine andere. Es geht nicht darum, einige Personen zu gewinnen und sie auf einen rein geistigen, mystischen Weg zu führen; unsere Lehre möchte die ganze Welt berühren und mitreißen, und man kann nicht die ganze Welt auf einen Weg mitreißen, der nur wenigen bestimmt ist. Da das Ziel unserer Lehre ein anderes ist, sind auch ihre Methoden anders. Es ist wünschenswert, dass alle Männer und Frauen arbeiten, eine Familie gründen und sich als soziale Wesen verhalten können; aber gleichzeitig brauchen sie eine Disziplin und Methoden, um dieses familiäre und gesellschaftliche Leben zu verbessern. Wie viele sind noch an dem Punkt, wo sie ihre Angelegenheiten vernachlässigen, sobald sie sich dem spirituellen Leben widmen oder wo sie das spirituelle Leben vernachlässigen, sobald sie sich um ihre Angelegenheiten kümmern! Nein, es braucht beides, man muss beides vereinen.

7. Februar 2010

Der Schöpfer hat den Menschen Feuer, Luft, Wasser, Erde und Nahrung zur Verfügung gestellt. Aber in welcher Verfassung sind die Menschen, wenn sie essen, trinken und atmen? Sie atmen zum Beispiel Luft ein; aber fragen sie sich, mit welchen Elementen diese Luft durchdrungen sein wird, wenn sie diese ausatmen? Natürlich wird es verbrauchte Luft sein. Aber sie ist weniger verbraucht, wenn sie sich gut, großzügig und liebevoll verhalten, dagegen verseucht die aus den Lungen eines böswilligen Menschen ausgeatmete Luft alles auf ihrem Weg. Wir sind verantwortlich für die Art und Weise, wie wir die durch unseren Körper strömende Materie bei ihrer Ausscheidung imprägniert haben, egal ob es sich um Luft, Wasser oder Nahrung handelt. Wir geben sie der Natur zurück, die sie verwandelt und aufs Neue für ihre Arbeit benutzt. Der geistige Schüler, der bewusst an der Arbeit der Natur teilnehmen will, sorgt dafür, ihr eine Materie zurückzugeben, die nicht von negativen Ausdünstungen seines psychischen Lebens verunreinigt ist.

6. Februar 2010

Sich umzubringen ist nicht die beste Art und Weise, den Prüfungen und Leiden zu entkommen. Denn in Wirklichkeit wird es danach noch viel schlimmer. Niemand hat das Recht, selbst über seinen Tod zu entscheiden, er desertiert und muss dies durch andere Leiden bezahlen. Oben ist kein Platz für denjenigen, der weglaufen wollte, man empfängt ihn nicht und er muss noch so lange in den niederen Regionen der Astralebene herumirren, wie er auf der Erde zu leben gehabt hätte. Die Haltung dessen, der beschließt, seinem Leben ein Ende zu setzen, enthüllt große Charakterschwächen. Erstens ist er unwissend, weil er den Grund der ihm auferlegten Prüfungen nicht sieht. Zweitens ist er hochmütig, weil er glaubt, besser als der Himmel zu wissen, welche Bedingungen er verdient. Drittens ist er schwach, weil er keine Schwierigkeiten erträgt. Wir haben es also mit Unwissenheit, Hochmut und Schwäche zu tun. Und der Himmel ist unzufrieden mit ihm, weil er seinen Posten verlassen hat. Der Himmel kann jemanden, der beschließt sich umzubringen, nicht schätzen, weil dieser Mensch sich über die Herren aller Schicksale stellt und er muss danach großes Leiden ertragen.

5. Februar 2010

Wenn jemand in einem Laden etwas einkaufen will, muss er im Tausch für das Verlangte etwas anzubieten haben. Wenn er nicht bezahlen will, verweigert man ihm, irgendetwas zu geben. In der Natur, in der spirituellen Welt läuft alles genauso ab, wie in den irdischen Geschäften: Um zu empfangen, muss man geben. Gott sagt zu euch: »Gib mir dein Herz, wenn du möchtest, dass ich deine Gebete erhöre.« Und was antwortet ihr? »Aber Herr, das kann ich nicht, ich habe es bereits verschenkt, ich habe eine Frau und Kinder (oder eine entzückende Geliebte), ich habe kein Herz mehr, das ich Dir geben könnte.« Das ist der Grund, weshalb eure Gebete nicht erhört werden: Ihr stellt euch immer vor, ihr könntet etwas bekommen, ohne dafür etwas zu geben. Nein, das ist unmöglich. Um die Segnungen des Himmels zu erlangen, muss man wenigstens einen Teil seiner Liebe, seiner bewussten Aufmerksamkeit, seiner Zeit und seiner täglichen Anstrengungen geben.

4. Februar 2010

Am ersten Tag der Schöpfung sprach Gott: »Es werde Licht!«. Bringt man diesen Satz in Verbindung mit dem ersten Satz des Johannesevangeliums »Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort«, so macht man folgende wesentliche Entdeckung: Das Licht ist jene Substanz, welche das göttliche Wort, die »Erstgeburt« Gottes, erscheinen ließ, damit es zur Schöpfungsmaterie werde. Ihr wendet ein, man erkenne beim Betrachten der Steine, Pflanzen, Tiere und Menschen nicht im Geringsten, dass sie aus Licht gemacht sind. Ja, weil dieses Licht in ihnen so kondensiert ist, dass es undurchsichtig wurde. Man stellt im Allgemeinen deshalb das Licht und die Materie als Gegensätze dar, weil man nicht weiß, dass alles, was man Materie nennt, in Wirklichkeit kondensiertes Licht ist.

3. Februar 2010

Denkt jeden Tag daran, dem Himmel zu danken, so lange bis ihr spürt, dass alles, was geschieht, zu eurem Besten ist. Sagt ab sofort: »Danke Herr, Danke Herr…«. Dankt für alles, was ihr habt und für alles, was ihr nicht habt, für das, was euch freut und für das, worunter ihr leidet. Auf diese Weise unterhaltet ihr in euch selbst die Flamme des Lebens. Dies ist ein Gesetz, welches man kennen sollte: Der Dankbarkeit kann nichts widerstehen. Ihr sagt: »Aber wie soll man danken, wenn man unglücklich, krank und elend ist? Das werden wir nie können!« Doch, ihr könnt und gerade dies ist das größte Geheimnis: auch noch einen Grund zum Danken zu finden, während man unglücklich ist. Seid ihr arm, seid ihr krank? Dann dankt und dankt und freut euch zu sehen, wie die anderen reich, gesund und erfüllt sind. Ihr werdet bemerken, dass sich kurz darauf bestimmte Türen öffnen und die Segnungen beginnen, auf euch herabzuströmen.

2. Februar 2010

Was soll man denen antworten, die fragen, ob sie in Keuschheit und Enthaltsamkeit leben sollen? Alles hängt von ihrer inneren Natur und von dem Ziel ab, das sie sich im Leben gesteckt haben. Die Enthaltsamkeit kann sehr gute, aber auch sehr schlechte Ergebnisse bringen. Sie kann die einen neurotisch, hysterisch und krank, und die anderen stark, ausgeglichen und gesund machen. Haben diejenigen recht, die ihren sexuellen Instinkten freien Lauf lassen? Gewiss; wenn es für sie im Leben nichts Wichtigeres als dieses Vergnügen gibt und wenn sie unmöglich darauf verzichten können, so haben sie recht damit. Aber für jemanden mit einer wirklichen spirituellen Sehnsucht sieht es anders aus: Wenn er nicht lernt, die Sexualkraft zu beherrschen, wird er seine Sehnsucht niemals verwirklichen können und sich immer unbefriedigt fühlen. Im Bereich der Sexualität ist also nichts an sich gut oder schlecht, sondern es wird gut oder schlecht, je nach dem Ideal und dem tiefen Sehnen der Menschen.

1. Februar 2010

Wie viel Schaden wird im gesellschaftlichen Leben, in Zeitungen, Radio und Fernsehen durch die bedauernswerte Neigung angerichtet, an den anderen immer etwas kritisieren zu wollen! Wie kann es Spaß machen, seine Aufmerksamkeit so sehr auf lächerliche, dumme oder lasterhafte Eigenschaften zu richten? Was hat man davon, im Privatleben der Leute zu stöbern, um dort anrüchige Details zu entdecken, die man anschließend vor der Öffentlichkeit ausbreitet? Der Weise versucht, eine andere Haltung einzunehmen. Er ist nicht blind, er sieht sogar sehr klar und lässt sich nicht täuschen, aber er betrachtet die guten Eigenschaften und Tugenden der Menschen als das Wesentliche. Daher richtet er seine Aufmerksamkeit auf diese Tugenden und guten Eigenschaften und stärkt dadurch das Gute in den anderen und in sich selbst.

31. Januar 2010

Es kommt vor, dass ein großer Geist seine Blicke auf die Erde richtet und dann vor die Herren des Schicksals, die Vierundzwanzig Ältesten, tritt, um zu sagen: »Obwohl ich die Freiheit habe, hier in Ewigkeit alle Herrlichkeiten des Himmels zu genießen, gebt mir die Erlaubnis, herabzusteigen, um all diesen leidenden Menschen zu helfen.« Und sie lassen ihn herabsteigen. Wenn er aber einmal hier unten ist, untersteht er den Begrenzungen der physischen Ebene: Kälte, Hunger, Müdigkeit, Krankheit und Tod. Sein Geist kommt von sehr weit oben, aber wenn er es einmal akzeptiert hat, in die Materie hinabzusteigen, so muss er ihre Gesetze über sich ergehen lassen. Natürlich hat er dank der Kraft seines Geistes im Vergleich zu den meisten Menschen mehr Möglichkeiten, den Prüfungen des irdischen Lebens entgegenzutreten. Aber die physische Welt bleibt die physische Welt und ein Geist, so groß er auch sein mag, der beschließt, sich in der Materie zu inkarnieren, muss unablässig kämpfen, um sie zu beherrschen und um innerlich die Freiheit, die er oben besaß, wiederzufinden.